BEGEGNUNGSTAGUNG 2005 Bad Boll
Der Weg der Götter
IM DIALOG MIT JAPANS RELIGIONEN
Aus dem VORWORT zum Informationsbrief des EMS

„Der Weg der Götter” ist die japanische Bezeichnung für den Shintoismus. Vom 29. März bis zum 1. April 2005 fand in der Evangelischen Akademie Bad Boll unter dieser Überschrift eine Tagung zum „Dialog mit Japans Religionen” statt. Circa 50 Teilnehmende haben diese spannende Einführung in die religiöse Landschaft Japans erlebt, Menschen aller Altersgruppen, langjährige

Lutz Drescher und Pfr. Wagner leiten gemeinsam die Begegnungstagung

Freunde der Ostasienmission aber auch neue Teilnehmende wie auch einige Angehörige anderer Religionsgemeinschaften hatten inmitten frühlingsgrüner Landschaft sehr gesprächs- und austauschintensive Tage.

Während in Europa das Christentum den Menschen von der Geburt bis zum Grab religiös begleitet, folgen viele Japaner je nach Lebenssituation unterschiedlichen Religionen. Für Geburt und Kindheit ist traditionell der Shinto zuständig, während der Buddhismus sich um Tod und Bestattung kümmert. In der Neuzeit entwickeln sich zudem neue Religionen mit beträchtlichem Einfluss. Diese wie auch der Buddhismus werden für eine zunehmende Zahl von Menschen in Deutschland attraktiv.

Diese Dokumentation läßt den Leser am Nachdenken teilnehmen. Im Rahmen des Studienprogramms zum Interreligiösen Dialog in Kyoto haben eine ganze Reihe junger Menschen Begegnungen mit japanischer Religiosität und japanischen Religionen gehabt; von der Bedeutung dieser interkulturellen und interreligiösen Erfahrung für ihr Leben und ihre zukünftige Tätigkeit als kirchliche Mitarbeitende in Deutschland haben sie berichtet.

Prof. Dr. Ulrich Dehn
Staat und Religion in Japan




Prof. Dr. Ulrich Dehn
Neue Religiosität und neue Religionen
Das Beispiel Soka Gakkai



Prof. Dr. Martin Repp
Japanische Neureligionen
Das Beispiel Aum Shinrikyo



Prof. Dr. Martin Repp
Zur religiösen Welt der Mangas




OSHIMA Yoshiko
Der Weg des Zen




ISHII Chiemi
Das Zeugnis von Minamata als eine Passionserfahrung
die Weisen des Wortes


Ehemalige Studierende in Kyoto
Podium
Was hat mich fasziniert? Was überrascht?
Was habe ich gelernt? Was hat mich verändert?

Pfarrer MIWA Yoshihiro
Predigt zu 1. Korinther 1, 22 - 25
22 Denn die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit, 23 wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit; 24 denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit. 25 Denn die Torheit Gottes ist weiser, als die Menschen sind, und die Schwachheit Gottes ist stärker, als die Menschen sind.

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BEGEGNUNGSTAGUNGEN

Die erste Begegnungstagung fand 1968 im Monbachtal als "Klausurtagung" statt.
Der schmale Berichtsband vermittelte in seinem Titel das damalige Programm der DOAM: "GEMEINSAM FORSCHEN, PLANEN, HANDELN".
In einer schwierigen Situation sowohl des Kyodan als auch der DOAM fanden sich japanische und deutsche Theologen und Nichttheologen, Männer und Frauen zusammen, um einander über Probleme und Fragen der Zeit und der beiden Organisationen zu informieren und gemeinsam zu beraten.

Der Moderator des Kyodan, Pfr. SUZUKI Masahisa, hatte eben ein Schuldbekenntnis des Kyodan für sein Verhalten während des Zweiten Weltkrieges in eigener Verrantwortung veröffentlicht. In Deutschland stand die Frage der Integration von Kirche und Mission im Raum und in der Leitung der DOAM bahnte sich ein Personalwechsel an, der gleichzeitig ein Generationswechsel war.

Der leider viel zu früh verstorbene Mod. SUZUKI schrieb der DOAM damals:
"We are continually grateful that we are able to have friendly relations with our friends around the world... I would like to express appresiation for this kind (i.e. joint consultation btween German missionaries and Japanese pastors) of planning... In conclusion, we want to lift up three princilples of joint action for Mission which the Kyodan approved for cooperation at home and abroad, they are, Research Together, Plan Together, and Execute Together".

Von jap. Seite waren maßgeblich beteiligt:
Pfr. MURAKAMI Hiroshi
Pfr. TOKUNAGA Goto
Pfr. MORITA Hiromichi
Prof. Dr. TERAZONO Y.
Von deutscher Seite:
Prof. Dr. F. HAHN
Prof. Dr. W. GENSICHEN
Pfr. W. BÖTTCHER
Die Dokumentation kann als pdf-Datei herunter-geladen werden.

Fortan fanden jährlich Begegnungstagungen statt. Nach der Übergabe der Arbeit in die Missionswerke EMS und BMW übernahmen diese die Verantwortung für die Durchführung (in Koope-ration mit der DOAM)