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Aufruf zum Dialog
Religionen und Konflikte im Libanon und in Indonesien
Texte und Gebete der EMS-Workshops



INHALT

Aufruf zum Dialog

EINFÜHRUNG
"Chris-Mos" Erfahrungen gelingender Nachbarschaft
Bernhard Dinkelaker

FRIEDEN STIFTEN DURCH DIALOG
"Friedensbewusstsein der Gläubigen muss wachsen" - Kirchliches Friedenspotenzial
Markus A. Weingardt

Zeit für Pazifismus - Auf dem Weg zu einer Theologie des Friedenstiftens
Wilbert von Saane

Keine abso luten Aussagen über Gott - Mission und Dialog
Andreas Maurer

Die Auflösung eines Konflikts
Monika Lude / David Tulaar

BEISPIELE FÜR RELIGiÖSES MITEINANDER
Libanon: Religiöse Diskussion an Schulen verboten
Indonesien: Konflikte gewaltfrei bearbeiten
Indonesien: Fischen versöhnt Muslime und Christen
Deutschland: Workshop-Idee aus Beirut: Islam für Journalisten
Libanon: Bürgerkrieg - "Er tötete den ersten Christen, den er traf"
Libanon: "Gott ist nicht reiner Gedanke, noch reines Gefühl" - Besuch bei Schiiten
Ghana: Wahrnehmen der muslimischen Welt

GEBETE UND TEXTE
Gebet für jeden Glauben
Gebet "Fischen versöhnt"
Andacht "Fremden Religionen begegnen"
Gebet nach Psalm 31,1·9
Vision vom Paradies

Arbeitspapie r
Abschlusserklärung



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Redaktion
Katja Dorothea Buck
Monika Lude
Andreas Maurer
Wiltrud Rösch-Metzler
Gerd Sander
David Tular


Zur Broschüre
Aufruf zum Dialog – Texte und Gebete des EMS Workshops „Religionen und Konflikte“
Februar 2007, 40 Seiten, Kosten: Spende von 2 Euro erbeten.

Bestellung:
info@ems-online.org, oder
Tel.: 0711 636 78 -0
Abteilung Kommunikation
Wiltrud Rösch-Metzler, Tel.: 0711 636 78 -40, roesch-metzler@ems-online.org
Gerd Sander, Tel.: 0711 636 78 -85, sander@ems-online.org


Aufruf zum Dialog
Mit der Broschüre „Aufruf zum Dialog – Texte und Gebete der EMS Workshops „Religionen und Konflikte“ im Libanon und in Indonesien“ will das Evangelische Missionswerk in Südwestdeutschland (EMS) das Interesse für den interreligiösen Dialog stärken.
Der eindringliche Aufruf nach der dreijährigen Projektphase zeigt, dass der Dialog ein äußerst wirkungsvolles Instrument ist, Frieden wieder herzustellen und Versöhnung herbeizuführen. Die in der 40-seitigen Arbeitshilfe veröffentlichten Fachbeiträge und zum Teil sehr persönlichen interreligiösen Erfahrungen der Workshop-Teilnehmenden aus verschiedenen Erdteilen geben Gemeinden und Erwachsenenbildung wertvolle Impulse für vertiefende Gespräche. Meditationstexte und Gebete der liebevoll gestalteten Broschüre lassen sich für eigene Gebetsanliegen übernehmen.
Überzeugend werden im ersten Heft-Beitrag erfolgreiche Friedensbemühungen der Kirchen und Religionen aufgezeigt. Leider wird dieses Friedenshandeln von den Kirchenmitgliedern noch kaum zurKenntnis genommen, obwohl religiöses Friedenshandeln durchaus politische Relevanz hat. Der zweite wegweisende Beitrag gilt theologischen Überlegungen christlichen Friedenstiftens. Die Versuchung scheint groß, ein Bündnis mit dem westlichen Kapitalismus einzugehen und der nicht-westlichen Welt die Stirn zu bieten. Bibel und Theologie lehren jedoch Brückenbauer zu sein. Christlicher Pazifismus könnte zu einer realistischen Option für die Kirche werden, weil er die Welt als transnationale Vernetzung sieht, eine langfristige globale Entwicklung in den Blick nimmt und sich der Gerechtigkeit verpflichtet sieht. Um das Verhältnis zwischen Mission und Dialog geht es im dritten Text. Wo sich diese beiden Pole unversöhnlich gegenüber stehen, sollte man sich fragen, ob christliche Ideale, die ein Konfliktpotenzial in sich tragen, wirklich besser sind als ein in Treue zu christlichen Werten gestaltetes Miteinander, das zum Frieden beiträgt?