Ältere Nachrichten 2007
Erdbeben der Größe 6.8 in Kashiwazaki-Shi, Provinz Niigata
240 km NNW von Tokyo
am 16.7.2007 10:13 Uhr örtl. Zeit
(3:13 Uhr europ. Zeit)
in der Nähe der Küste in mind. 10 km Tiefe
Pfarrer USUDA Nobuhiro sagt, er rechne nicht damit, dass das kleine Gebäude einstürzt, aber der Schaden ist doch beträchtlich. Viele Häuser von Gemeindegliedern sind z.T. noch schwerer beschädigt.
In der Stadt sind etwa 300 Häuser beschädigt, 35.000 Familien haben weder Gas noch Wasser noch Strom. Insgesamt wurden 76 Unterkünfte eingerichtet, in denen etwa 12.000 Menschen versorgt werden können.
Der Ausschuss für "Kirche und Gesellschaft" des Kyodan hat auf Veranlassung des Kirchenbezirks Kanto, zu dem die Gemeinde gehört, einen Aufruf um Katastrophenhilfe in Höhe von etwa 60.000 EURO herausgegeben.

Kashiwazaki-Kirche vor dem Erdbeben

Kashiwazaki-Kirche n.d. Beben
Fotos:Kyodan,KantoKyoku-Shakai
Frieden durch Bekennen von Verstrickung in Schuld
Am 26. März 2007 jährte sich zum 40. Mal die Veröffentlichung des sog. Schuldbekenntnisses der Vereinigten Kirche Christi in Japan

Gottesfriede
Der frühere Moderator USHIROKU Toshio (* 1922) schreibt in seiner Biographie von 2002: "Nicht nur das Heil der Seele war für die damalige Kirche wichtig, sondern auch, wie das Heil der Gesellschaft vermittelt werden kann."
Der gegenwärtige Moderator des Kyodan, YAMAKITA Nobuhisa (* 1941) erklärte bei der letzten Synode 2006, dass man die vergangenen 40 Jahre neu überdenken müsse, denn es sei eine unfruchtbare Zeit gewesen.
Wir beobachten aufmerksam, wie sich die Kirche mit dem von 1967 auseinandersetzt und wir werden drüber berichten.
Das Schuldbekenntnis "ist zwar eine Äußerung der Schuld, aber es bleibt noch immer mangelhaft, weil in ihm ein Schuldeingeständnis über die Gründung des Kyodan selbst fehlt..."
Pfr. Taira
"... Wer seine Schuld nicht bekennt, dankt auch nicht für das Kreuz Christi." "Wir entschlossen uns, mit den Besuchen im Irak aufzuhören, und uns auf die Protestaktion gegen den Ausbau der [US] Militärbasen [auf Okinawa] zu konzentrieren. Wir empfanden es wie ein Betrug, medizinische Hilfe in den Irak zu bringen, wenn wir gleichzeitig den Ausbau der Militärbasen... nicht aufhalten."

In Koishikawa. Steinlaterne. 2005
Einladung: _____amnesty international
lädt ein:
Donnerstag, 8. November 2007, 20:00 Uhr
Robert-Havemann-Saal, Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin

- Frau GIL Won-Ok (Korea)
- Frau Lola Menen (Philippinen)
- Frau Ellen van der Ploeg (Niederlande)
sprechen über ihr Schicksal während des Zweiten Weltkrieges und ihren Kampf um Gerechtigkeit und Entschädigung. Während des Zweiten Weltkriegs wurden von der japanischen Armee bis zu 200 000 Frauen aus verschiedenen asiatischen Ländern systematisch und über Jahre hinweg in die Prostitution gezwungen. Die beschönigend als „Trostfrauen“ bezeichneten Opfer hatten nicht nur die aktuellen Qualen der Verschleppung in die sexuelle Sklaverei zu erdulden, sondern auch ihr weiteres Leben war und ist in weiten Bereichen von deren Folgen geprägt. Erst in den 1990er Jahren brachen einzelne Frauen das Schweigen und fordern seitdem von der japanischen Regierung offiziell die Verantwortung für die Geschehnisse zu übernehmen. Leider ist die Aufarbeitung dieser Verbrechen gegen die Menschlichkeit von den japanischen Behörden bisher nur in sehr unzureichender Weise angegangen worden. Die „Trostfrauen“ haben weder eine angemessene offizielle Entschuldigung noch eine staatliche Entschädigung erhalten.

Gil Won Ok

