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Aktuelles
Bericht aus dem Kirchenrat (Exdcutive Council) des Kyodan
12.-13. Dezember 2006 im Konferenzraum des Kyodan in Shinjuku-Ku, Tokyo.
29 von 30 Ratsmitgliedern nahmen daran teil.
Zuerst konzentrierte sich die Diskussion auf die Haltung des Moderators bei der letzten Synode und auf seine zusammenfassenden Äußerungen. Man hatte anderes erwartet, als Moderator Yamakita dann in 12 Punkten festgestellt hatte. Die Diskussion kam zu keinem Ergebnis und die unterschiedlichen Meinungen bleiben unüberbrückbar.
Pfr. NISHIZAWA Hiroshi beantragte, der Kyodan möge seinen Widerstand gegen die von der japanischen Regierung geplante Revision des Erziehungsgesetzes erklären. Das jetzige Erziehungsgesetz entspreche der geltenden Staatsverfassung, während das geplante Erziehnungsgesetz den Weg für eine Revision der Staatsverfassung ebne. Der Kirchenrat machte sich die Erklärung zu eigen und fasste den entsprechenden Beschluss: "Wir sind tief betroffen von der geplanten Revision des Erziehungsgesetzes, denn mit der Revision wird auch der Geist unserer Staatsverfassung aufgegeben. Wir sind entschlossen, dieser Revision zu widerstehen."
Über die Beibehaltung des Sonderausschusses zur Untersuchung der bestehenden Kyodan-Strukturen und der Zukunft des Kyodan-Verlags wurde lange diskutiert, um schließlich positiv entschieden zu werden. Über die Zukunft des Verlags soll bei der nächsten Sitzung beraten werden.
Für die restlichen Tagesordnungspunkte blieb nicht mehr viel Zeit. Ob die Kirche ihr 150jähriges Jubiläum feiern soll und wie, blieb offen und soll erst bei der nächsten Sitzung entschieden werden. Gegen die Feiern sprechen Argumente wie: "Die Übersee-Mission des Kyodan übernahm die Rolle eines Förderers des Regierungsprogramms, den Krieg voranzutreiben. Darum ist es an uns, über die negative, kritische Seite der Übersee-Mission nachzudenken." "Wenn wir das jahr 1859 als den Beginn der Protestantischen Mission in Japan festlegen, verneinen wir damit die Tatsache, dass schon davor die Mission auf Okinawa angekommen war." "Die Feierlichkeiten werden sicher sehr schwierig werden."
Positive Äußerungen gab es auch: "Ein Rückblick auf die geschichte ist sicher nicht einfach. Aber selbst in allem Negativen, das wir feststellen können, steckt noch Gnade." "Heute stehen wir vor den größten Herausforderungen bei der Übersee-Mission; darum ist es wichtig, diese Feiern druchzuführen."
Eine Vorlage fand die Zustimmung des Kirchenrates. Ein Sonntag im Oktober soll als Gedenktag an das große Niigata-Chuetsu-Erdbeben im Oktober 2004 erinnern. Noch heute leiden die Opfer dieser Naturkatastrophe und bedrüfen der Fürbitte und der praktischen Hilfe.
UEDA Hiroko.
Aus: Kyōdan Newsletter 341, Februar 2007.
Frau UEDA Hiroko ist Referentin für Mission und Ökumene in der Vereinigten Kirche Christi in Japan (Kyōdan)
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Aktuelles
Bericht von der 35. Synode der Vereinigten Kirche Christi in Japan (Kyodan)
24. - 26. Oktober 2006 im Hotel Metropolitan in Tokyo.
Thema der Synode: "Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Kyodan"
Vom Kirchenbezirk Okinawa kamen keine Delegierte; die Kirchenleitung jedoch hatte dennoch drei Vertreter eingeladen, darunter der Moderator des Kirchenbezirks, Pfarrer CHIBANA Masakatsu.
Der Bericht des Moderators, Pfr. YAMAKITA Nobuhisa, führte zu heftigen Diskussionen in der Synode und zu einem Mißtrauensantrag, der jedoch keine Mehrheit fand. So kam es zu unaufholbaren Verspätungen bei der Behandlung der Tagesordnung (45 Punkte).
Um das Amt des Moderators bewarben sich fünf Pfarrer, zum dritten Mal wiedergewählt wurde Pfr. YAMAKITA: "Für mich ist diese Wiederwahl eine sehr ernste Angelegenheit. Ich werde mich ganz den Aufgaben als Moderator hingeben obwohl ich weiss, dass es eine große Vielfalt an Meinungen im Kyodan gibt. Ich werde die Zukunft des Kyodan fest ins Auge fassen, aber nicht ohne aus der Vergangenheit und Gegenwart zu lernen."
Die Wahl des Vize-Moderators fand am darauffolgenden Tag, 25.10., statt. Auch hier stellten sich fünf Kandidaten zur Wahl, zum dritten Mal wiedergewählt wurde Pfr. KOBAYASHI Makoto aus dem nördlichen Kirchenbezirk Tokai. Auch seine Amtsperiode beträgt zwei Jahre. Nach seiner Wahl sagte er: "Ich sehe unterschiedliche Standpunkte im Kyodan. Ich möchte aber nicht, dass sie in Konfrontation münden. Alle unsere Anliegen müssen wir im rahmen von Verfassung und Ordnung des Kyodan behandeln. Diese können geändert werden, aber bis dahin sind wir an die bestehende Ordnung gebunden."
Beide, Moderator und Vizemoderator beriefen danach Pfr. SUZUKI Nobuhara zum Schriftführer (auch seine dritte Amtsperiode). Weil die Wahlen so viel Zeit verschlangen, wurden sechs Vorlagen zurückgezogen, darunter der Antrag, den Sonderausschuss für Sexuelle Notigung wieder einzusetzen, und den Antrag, die Vereinigung der beiden Kirchen (Vereinigte Kirche Christi in Japan und Vereinigte Kirche Christi in Okinawa) neu zu überdenken.
Eine große Mehrheit (315 von 339 Delegierte) der Synode beschloss eine Änderung der Struktur der Kirchenleitung und -verwaltung: Die bisherige Ökumene-Kommission wird erweitert. In ihr werden sechs Unterausschüsse zusammengeführt. Im Jahre 2005 war die "Japan-Nordamerika-Kommission für Zusammenarbeit in der Mission (JNAC)" aufgelöst worden, die "Kommission für kooperative Mission (CoC)" soll 2007 aufgelöst werden. Dadurch sieht sich der Kyodan gezwungen, eine eigene Abteilung für Ökumene einzurichten und auch die bisherige Ökumene-Kommission neu zu bestimmen. Damit ist der Kyodan von nun an in der Lage, alle Verantwortung für weltweite Beziehungen selbständig wahrzunehmen.
Die Vorlage Nr. 35 betrifft die Wiederherstellunggeordneter Beziehungen zwischen dem Kyodan und dem Kirchenbezirk Okinawa. Dazu gehörte auch der Vorschlag, eine Sitzung des Kirchenrates (Executive Council) in Okinawa durchzuführen. Dadurch sollte sichtbar gemacht werden, dass man weiterhin das Gespräch sucht und die Probleme ernst nimmt. Moderator CHIBANA von Okinawa äußerte sich: "Mir ist schmerzlich bewußt, dass die Delegierten aus Okinawa hier fehlen. Aber wir haben uns ernsthaft gefragt, 'Was ist die Kirche Christi?' Ich weiß noch nicht, wie die Antwort unseres Kirchenbezirks lauten wird, ob die Synode für oder gegen diese Vorlage stimmen wird. Aber ich befürchte, dass die gegenwärtige Situation noch einige Zeit fortdauern wird. Ich bitte Sie dehalb, gewährt dem Kirchenbezirk Okinawa noch mehr Zeit." Die Vorlage wurden mit 362 Stimmen gegen 173 abgelehnt.
Schließlich wurde mit der Vorlage 18 die Rechnung des Jahres 2004, mit Vorlage 19 die Rechnung des Jahres 2005 genehmigt. Allerdings nicht ohne ausführliche und kritische Diskussion vieler Einzelheiten. Die Vorlage 20 (Haushaltsplan 2006) und Vorlage 21 (Haushaltsplan 2007) wurden beide beschlossen.
Weiter fand eine Vorlage (Nr. 34), die sich mit einer umfassenden Revision der Ordnung für Missionare befasst, die Zustimmung der Synode.
UEDA Hiroko
Aus: Kyōdan Newsletter 340, Dezember 2006.
Frau UEDA Hiroko ist Referentin für Mission und Ökumene in der Vereinigten Kirche Christi in Japan (Kyōdan)
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Die Vereinigte Kirche Christi in Japan (Kyodan) wird geführt von einem Exekutivausschuss, dem der Moderator und sein Stellvertreter vorstehen. Die Geschäfte werden vom Generalsekretär verantwortet, dem drei Referenten und etwa 20 Mitarbeiter zur Seite stehen. Alle zwei Jahre findet eine Synode statt, die den Moderator, seinen Stellvertreter und den Schriftführer wählen.
2002 - 2004, 2004 - 2006, 2006 - 2008
Moderator: Pfarrer YAMAKITA Nobuhisa (*1941)
Vize-Moderator: Pfarrer KOBAYASHI Makoto (*1945)
Generalsekretär: Pfarrer NAITOH Tomeyuki (*1929)
Im Büro des Kyodan sind etwa 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angestellt. Die Atmosphäre des Großraumbüros, in dem jede und jeder über die Belange und Vorgänge in der eigenen Abteilung ganz gut Bescheid weiß, hilft bei den wenigen Kräften die Menge an Arbeit zu bewältigen. Auch wenn die Mitgliederzahl des Kyodan seit Jahren stagniert, so ist doch die Zahl der Gemeinden beträchtlich.

Büro des Kyodan im Haus der Kirche in
Nishi-Waseda, Shinjuku, Tokyo 2001
"Kyodan Shimpo" heisst die offizielle Zeitung, das Amtsblatt der Kirche. Es bietet den Ausschüssen und Kommissionen die Möglichkeit, ihre Überlegungen und Planungen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.
Daneben publiziert der Kyodan-eigene Verlag (Shuppan Kyoku) für die Gemeinde die Monatszeitschrift "Shinto no Tomo" = Freund der Gemeindeglieder.
"Kaze" = Wind ist eine noch junge kritische Vierteljahreszeitschrift, hg. von der jüngeren Pfarrergeneration im Kyodan.
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"Kyodan"
ist die Kurzfassung von
"Nippon Kirisuto Kyodan" oder
"Vereinigte Kirche Christi in Japan"
1941 Gründung unter staatlichem Zwang
1954 Glaubensbekenntnis
1966 Glaubensbekenntnis
26. März 1967 Schuldbekenntnis bez. der Verantwortung für den Zweiten Weltkrieg
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1967 - 2007: 40 Jahre
Wie gedenkt der Kyodan dieses Ereignisses?
Mehr dazu hier
Siehe auch das Glaubensbekenntnis der Japanese Baptist Convention von 2002:
Friedenserklärung
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Ab 23. 12. 2006 gilt das revidierte Erziehungsgesetz.
1890 wurde das erste sog. Erziehungsreskript vom damaligen Meiji-Tenno verkündet.
1947, unter US-Besatzung, wurde ein neues Erziehungsgesetz in Übereinstimmung mit der sog. Friedensverfassung beschlossen.
mehr dazu hier
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Organisation und Verantwortung
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Der Moderator
Der Rat (Jogi Iinkai)
Ständige Ausschüsse
Die Kirchenbezirke
Die Synode
Die Pfarrer
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BERICHTE aus der KIRCHENLEITUNG
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Bericht vom Juli 2004 (pdf)
Bericht vom Dez.2005 (pdf)
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Zum Friedenssonntag (pdf)
Friedensmarsch (pdf)
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Kwansei Gakuin Daigaku
関西学院大学
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Tokyo Seisho Gakko
東京聖書学校
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Nihon Seisho Shingakko
日本聖書新学校
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