Japanische Evangelische Gemeinden in Deutschland
Seelsorge und Mission in Partnerschaft
Japanische Christen erfahren sich als kleine Minderheit

Einführung von Pfarrer HAYASHIBARA Yasuki
als Seelsorger der Japanischen Evangelischen Gemeinde Köln/Bonn e.V.
21. Oktober 2007, Bonhoeffer-Gemeinde in Köln-Lindenthal




v.l.n.r.: FUJII Hayato (Ältester), Pfr. Gebhard (Bonhoeffer-Gem.), Frau und Herr HAYASHIBARA, Kirchenrätin C. Busch, Superintendent Domning, Pfr. MINAMI, OBATA Shuji (Ältester)

Pfarrer HAYASHIBARA Yasuki (geb. 1960)
wurde am 21. Okt. 2007 als Nachfolger von Pfr. OGURI in sein Amt als Seelsorger der Japanischen Evangelischen Gemeinde Köln-Bonn in einem feierlichen Gottesdienst eingeführt. Er
wird vom Kyodan in die Gemeinde entsandt, die selber für sein Gehalt verantwortlich ist. Ein beträchtlicher Zuschuss kommt von der Evang. Kirche im Rheinland. Die Gemeinde ist dankbar und froh, dass nach über einjähriger Vakanz mit der dauernden Suche nach Japanisch-sprechenden Predigern diese Zeit der Unsicherheit vorüber ist. Allerdings gibt es noch keine Lösung für die Finanzierung der Stelle nach 2011, wenn die Bezuschussung durch die Rheinische Kirche wegfallen wird.
In ihrer 30-jährigen Geschichte ist Pfr. Hayashibara der zehnte Gemeindepfarrer. Er wird „Prediger und Seelsorger sein, theologischer Lehrer und geistlicher Begleiter, der mit seiner Gemeinde und in der gemeinsamen Sprache den gekreuzigten und auferweckten Jesus Christus bezeugt: in japanisch-evangelischer Identität, die ausstrahlt in die deutsche Kultur und in das multikulturelle Kölner Umfeld“ (so Kirchenrätin Busch bei der Einführung).
Wir wünschen Pfr. Hayashibara, seiner Frau Yoshiko und Tochter Leila Gottes Segen und ein schnelles Eingewöhnen in der Fremde.
Grußworte
zur Einführung von Pfarrer Hayashibara sprachen:
Pfarrerin Ulrike Gebhard, Bonhoeffer Kirche

Pfarrer Gerhard Koslowsky, ehemals Kirchenrat in der EKiR, Ökumene-Abt.
Pfarrer Kichie MINAMI, als Vertreter der Vereinigten Kirche Christi in Japan
Pastor Meinderd de Vries, Vors. des Internationalen Konventes Christlicher Gemeinden in der Region Köln
Pfarrer Martin Bock, Oekumenepfarrer Köln
Pfarrer Rold Domning, Superintenden Köln-Mitte
Pastorin Ursula Harfst, VEM, Ostasien
Kirchenrätin Christine Busch, EKiR
Pfarrer i.R. P. Schneiss, DOAM und EMS
Kirchenrätin Christine Busch
Ansprache im Einführungsgottesdienst am 21. Oktober 2007 in der Bonhoefferkirche in Köln-Lindenthal

Liebe Gemeinde, lieber Bruder Hayashibara,
wenn man in dieser Zeit auf die Internetseiten deutscher evangelischer Landeskirchen geht, findet man das Stichwort „Kirche im Übergang“. Denn es gibt gravierende Veränderungen in Gemeinden und Kirchenkreisen, Einrichtungen und Werken. Man rechnet für die nächsten 25 Jahre mit einem Rückgang der Mitglieder um ein Drittel und mit einem Rückgang der Finanzen um die Hälfte. Das ist ein Rückgang der Quantität in einem solchen Maß, dass wir alle uns fragen, in welchem Maß die Qualität der kirchlichen Arbeit tangiert wird.

Wie wirkt sich ein solcher Rückgang auf eine Gemeinde aus? Wie viel ehrenamtlicher Dienst ist erforderlich und leistbar? Wie viel bezahltes Hauptamt ist nötig?

Diese Fragen beschäftigen unsere kleine japanische evangelische Gemeinde in Köln seit 30 Jahren, seit ihrer Gründung. Sie hat sich dafür entschieden, einen eigenen Pfarrer zu haben: einen Prediger und Seelsorger, einen theologischen Lehrer und geistlichen Begleiter, der mit ihr und in der gemeinsamen Sprache den gekreuzigten und auferweckten Jesus Christus bezeugt. So lebt sie das allgemeine Priestertum aller Getauften: in japanisch-evangelischer Identität, die ausstrahlt in die deutsche Kultur und in das multikulturelle Kölner Umfeld.

Seit dem ersten Pfingstfest sind in der Kirche sehr unterschiedliche Menschen beieinander, die ganz verschiedene Geschichten mit Gott haben. Der Heilige Geist erfüllt sie alle, begabt sie und nimmt ihre Sehnsucht nach einem erfüllten Leben auf. Es ist diese Gemeinschaft der Heiligen, die der dritte Artikel unseres Glaubensbekenntnisses nennt. An sie ist der Pfarrer gewiesen. Er soll sie ausstatten mit allem, was nötig ist, damit sie als Gemeinde ihr Amt ausüben kann.

Martin Luther hat den Ausdruck geprägt, dass wir für einander zum Christus werden sollen. Denn wir alle haben durch den Heiligen Geist jeweils besondere Gaben, durch die wir die Wohltaten Gottes in Wort und Tat, im privaten Bereich wie im Beruf bezeugen.

Die Theologische Erklärung von Barmen – sie bestimmte 1934 den Weg der Bekennenden Kirche gegen den Nationalsozialismus - nimmt dies in ihrer 6. These auf. „Der Auftrag der Kirche, in welchem ihre Freiheit gründet, besteht darin, an Christi Statt und also im Dienst seines eigenen Wortes und Werkes durch Predigt und Sakrament die Botschaft von der freien Gnade Gottes auszurichten an alles Volk“.

Und in unseren Gottesdiensten wird heute Kolosser 2, 8 – 10 gepredigt:
„Seht zu, daß euch niemand einfange durch Philosophie und leeren Trug, gegründet auf die Lehre von Menschen und auf die Mächte der Welt und nicht auf Christus. Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig, und an dieser Fülle habt ihr teil in ihm, der das Haupt aller Mächte und Gewalten ist.“

Ihr Amt und Auftrag, lieber Bruder Hayashibara, ist es, die Botschaft der Gnade in unserer unruhigen Zeit unter immer neuen ideologischen Herausforderungen immer neu zu übersetzen. Gottes Heiliger Geist wird Sie dabei leiten und die Herzen der Menschen für Gottes Wort und Gottes Herrlichkeit öffnen.

In diesen Dienst führen wir Sie heute ein und bitten gemeinsam: "Komm, Heiliger Geist, erfülle unsere Herzen und Sinne mit deiner Gnade." Amen

Pfarrerin Christine Busch ist Kirchenrätin der Evangelischen Kirche im Rheinland, Düsseldorf, zuständig für ausländische Gemeinden im Bereich der Rheinischen Kirche.

Pfarrer HAYASHIBARA Yasuki
<Kirche und Evangelium>
Predigt zu Matthäus 13, 44-46
anlässlich des Einführungs- und Jubiläumsgottesdienstes

Ich danke Ihnen, die Sie sich heute zahlreich von nah und fern hier eingefunden haben. Die Geschichte unserer japanischen Gemeinde begann am 13.11.1977 mit dem „Bibelkreis Bonn“ in einem Raum des Studentenwohnheimes der Theologischen Fakultät der Universität Bonn. Dieser Bibelkreis bestand damals aus 6 Personen. Seit Mai 1979 nannte sich die Gemeinde „Japanische Christliche Gemeinde Bonn“, und im Laufe der Jahre wurde daraus „Japanische Evangelische Gemeinde Köln/ Bonn e.V.“. Auch der Sitz der Gemeinde wechselte von Bonn nach Köln, von Räumen der Freien Evangelischen Gemeinde dann im März 1990 zur Dietrich Bonhoeffer Kirche hier in Lindenthal, wo die Gemeinde bis heute zuhause ist. Seit im November 1980 ein Missionsabkommen zwischen der Vereinigten Kirche Japans (Kyodan) und der damaligen EKU geschlossen worden war, durch das seitdem Prediger aus Japan entsandt werden, sind inzwischen 27 Jahre vergangen. Seit Gründung sind mit den Hilfspfarrern 9 japanische Prediger in unserer Gemeinde tätig gewesen.

Viele Besucher zählte unsere Gemeinde in all den Jahren, die als Teil der Gemeinde gemeinsam Freud und Leid teilten. Es mag das Schicksal ausländischer Gemeinden sein, aber viele Menschen kamen und gingen dann wieder in die Heimat zurück. Davon lernten auch einige hier Jesus Christus kennen und ließen sich dann in Japan taufen. So sehen wir mit Freude die hier gesäte Saat in Japan Früchte tragen.

Heute unterstützen uns von Japan aus die „Freunde und Förderer der Japanischen Evangelischen Gemeinde Köln/ Bonn“ mit ihrem Gebet sowie durch großzügige Spenden. Die Zahl der Mitglieder, die alle um das Wohl unserer Gemeinde bemüht sind, beläuft sich auf 100 Familien. Außerdem steht die Gemeinde weltweit vielen Menschen in Freundschaft verbunden und versendet jeden Monat ihren Gemeindebrief an sie (incl. Japan ca. 350 Familien).

Die Tatsache, dass uns über 30 Jahre all dies ermöglicht wurde, haben wir zu großen Teilen der Unterstützung der Evangelischen Kirche im Rheinland zu verdanken. Wir danken Gott dafür, dass unser Weg durch das tiefe Verständnis sowie die Freundschaft der Deutschen Kirchen geebnet worden ist. Ich freue mich sehr, dass ich mich in Zukunft ebenfalls in den Evangeliumsauftrag mit den Brüdern und Schwestern einbringen kann.

Nun zu Matthäus 13, 44-46: hier wird über zwei Geschichten berichtet. Die eine beschreibt, wie jemand im Feld einen Schatz entdeckt und daraufhin sein ganzes Hab und Gut verkauft, um das Feld kaufen zu können. Die andere handelt von einem Kaufmann, der wiederum sein Hab und Gut verkauft, um eine wertvolle Perle zu erwerben. Beide Geschichten erzählt Jesus als Gleichnisse vom Gottesreich. Der Schatz steht für das Reich Gottes, das jemand, der es findet, um jeden Preis haben will.

Ich denke, dass man hier „Reich Gottes“ auch mit „Gott“ ersetzen kann. Denn jemand, der das Reich Gottes findet, hat Gott gefunden. Gott zu finden und ihn als tatsächlich gegenwärtig anzuerkennen wird ebenso gesehen, als hätte man einen kostbaren Schatz ergattert, den man um nichts in der Welt eintauschen würde.

Als Jugendlicher versuchte ich, wie ein Erwachsener zu sein und tat alles, wonach mir der Sinn stand. Irgendwann gab es nichts mehr, was ich tun wollte, und ich fiel in ein tiefes Loch. Desinteresse und Gleichgültigkeit gegenüber allem, was in der Welt um mich passierte, prägten diese Zeit. Mein Leben fühlte sich einfach nur leer und sinnlos an. In so einer Zeit nahm mich ein Freund mit zur Kirche, wo ich dann als 18jähriger von der Existenz Gottes erfuhr. Mich traf der Schlag, aber bald war ich mit großer Freude erfüllt. Ich war wie jemand, der den „kostbaren Schatz“ oder die „wertvolle Perle“ aus der heutigen Bibelstelle gefunden hatte. Mein Leben veränderte sich schlagartig. Die Leere meines Herzens wich dem Frieden durch den Herrn. Seitdem verspüre ich das Bedürfnis, auch anderen von der Existenz dieses „Schatzes“ zu erzählen, und so gehe ich bis heute meinen Weg als Prediger des Evangeliums.

Auch wenn man nicht an die Existenz Gottes glaubt, heißt es noch lange nicht, dass Gott aufhört zu sein; an seiner Existenz ändert sich nichts. Allerdings ist für Menschen, die ihn nicht kennen oder die nicht an seine Existenz glauben, Gott nicht existent. Daher erleben sie ihren Alltag ohne Gottes Liebe, Hilfe, Segen oder Gnade. Durch ihr Nichtwissen sind sie nicht in der Lage, am Segen durch den Glauben allein (SOLE FIDE) oder am Segen durch das Ewige Leben teilzuhaben, was äußerst bedauerlich ist. Meine Motivation ist es daher, diesen Menschen Gottes Existenz und seinen Segen zu vermitteln. Alle, die wir bereits von Gott wissen, sollten darin den Grund sehen, das Evangelium weiterzugeben. Paulus sagt, dass das Evangelium zwar Gottes Werk sei, aber durch den Menschen ausgeführt werden müsse. Er sagt: „Wer sollte das Evangelium hören, wenn es niemand verkündet?“ Wir sind also aufgerufen, aktiv an Gottes Werk, dem Evangelium, teilzunehmen.

Das Evangelium braucht seine Zeit. Es ist so wie mit der Heranzüchtung von Austern oder von wertvollen Perlen. Man sollte also viel Zeit mitnehmen, um gefestigte Gläubige heranzuziehen. Andererseits gibt es auch Menschen, die jetzt und hier das Evangelium brauchen. Anders als bei der zuerst genannten Missionsarbeit liegt hier Dringlichkeit vor. Besonders in der heutigen sozialen Situation wird dringende Missionsarbeit immer wichtiger. Überall findet man Menschen, die ohne das Seelenheil jeden Moment zusammenzubrechen drohen. Ich möchte weiterhin das Evangelium verkünden, und zwar immer mit dem Gedanken, dass es Leute dringend brauchen und sich manchmal wirklich in einer seelischen Notlage befinden. Natürlich kann ich ohne Gottes Kraft und Anleitung nichts verrichten. Ich bete also zum Herrn und bitte ihn um seine Hilfe, die er mir sicher zukommen lässt.

In Japan hatte ich zu meinem Glück seit etwa 16 Jahren immer deutsche Missionare oder Mitarbeiter von Missionswerken im näheren Umfeld. Diese Menschen leisten Großartiges für die Missionsarbeit in Japan, so gibt es zahlreiche Japaner, die durch sie mit dem Evangelium vertraut wurden. Ich habe sowohl als Kirche als auch als Privatmensch sehr viel Hilfe durch sie erfahren, und möchte daher im Gegenzug auch etwas in ihrem Land bewegen.

Im Einflussgebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland wie in Köln, Bonn oder Düsseldorf leben zahlreiche Japanisch sprechende Mitbürger, aber viele von ihnen haben noch keine Erfahrung mit Gott gemacht. Diese Menschen möchte ich gern mit Gott und auch mit Christi Evangelium bekannt machen. Bitte beten Sie dafür.

Liebe Gemeinde, lassen Sie uns gemeinsam das Evangelium leben und weitergeben.



Japanische Gemeinden

Homepage der Jap. Ev. Gemeinde Köln-Bonn

Mehr zur Jap. Evang. Gemeinde in Köln-Bonn
2007: 30 Jahre Jap. Evang. Gemeinde Köln-Bonn


2005: Europäisches Treffen in Eringersfeld/ Westfalen. Hier

2007 Bazar zugunsten von Brot für die Welt. Hier


Ansprache zur Einführung in japanischer Übersetzung am 21. Oktober 2007 von Kirchenrätin Christine Busch, Düsseldorf als pdf-Datei


Ansprache zur Einführung in japanischer Übersetzung am 21. Oktober 2007 von Kirchenrätin Christine Busch, Düsseldorf

親愛なる会衆の皆さん!
敬愛する林原先生!

今日、ドイツのプロテスタント各州教会のHPには、「過渡期にある教会」という見出しが良く出てきます。それは、各個教会や教会連合の中で、また教会が運営する様々な施設や事業に於いて深刻な変化が生じているからです。今後25年で教会員数の三分の一、また教会財政の50%の減少・縮小が予想されています。これは「量」的に大変な減少であるというだけではなく、一体どれだけ教会の活動の「質」に影響を及ぼすのか、と我々一人一人が真剣に自分に問いかけざるを得ないほどの規模の変化です。

これだけの規模の衰退は、一つの教会に如何なる影響を与えるのだろうか?無償奉仕が更にどれだけ必要となり、かつ可能であろうか?有給の専任者はどれだけ必要なのだろうか?

これらの問いは、この小さなケルン・ボン日本語キリスト教会が30年前から、即ちその設立の時から抱え続けている問題です。自分達の牧師を持ちたい、というのがケルン・ボン教会の下した決断です。説教者であり牧会者として、そして神学上の教師であり霊的な同伴者として、自分達とともに、そして自分達と共通の言語で、十字架で死なれ、復活されたイエス キリストを証しする、そのような自分達の牧師を持ちたい、と決断したのです。洗礼を受けた者は全て伝道者としての意識を持つ信徒の群れ:日本語を話しプロテスタントの信仰に立つ、という共通項によって結ばれ、ドイツの文化の中に、またケルン近郊の複合文化の中にエネルギーを放射する、そのような教会としてケルン・ボン教会は立たされているのです。

最初の聖霊降臨の出来事以来、教会には、神との出会いを様々に異なる形で経験した非常に様々な人達が集っています。そのような人達一人一人が聖霊に満たされ、賜物を与えられ、満ち足りた人生への彼らの望みが受け入れられるのです。これこそが、私達の使徒信条第三項目に掲げられている、「聖徒の交わり」なのです。牧師はこのことを求められています。牧師は、必要なあらゆる手段を講じてその実現に努めなければなりません。それは、教会が与えられた役目を果たすことができるための前提条件なのです。

マルチン ルターは、「お互いのために」キリストのように(仕えるものと)なるべきである、という表現をよく用いています。 というのは、私達は皆それぞれに、聖霊を通して特別な賜物を与えられており、神の御業を、その賜物を用いて、言葉と行いによって、個人生活に於いても職業生活に於いても証しする者の群れだからです。

バルメンの神学的宣言(1934年に、告白教会がナチスに対抗して進むべき道を決定付けた宣言)は、このことを第六テーゼで次のように取り挙げています。「「神の自由な恵みの使信をすべての人に伝える、ということが教会への神の委託であり、その委託は、説教とサクラメントを通して、キリスト御自身の御言葉と御業に奉仕する中で実践されるのである。そして、将にその委託の中にこそ、教会の自由の基礎があるのである。」

そして、本日は多くの教会で、コロサイの信徒への手紙2,8-10が説教テーマとなっています。
「人間の言い伝えに過ぎない哲学、つまり、むなしいだまし事によって人のとりこにされないように気をつけなさい。それは、世を支配する霊に従っており、キリストに従うものではありません。キリストの内には、満ちあふれる神性が、余すところなく、見える形をとって宿っており、あなたがたは、キリストにおいて、満たされているのです。キリストはすべての支配や権威の頭です。」(新共同訳)

親愛なる林原先生、貴方の任務と委託は、不安で心騒がせる現代社会に於いて、しかも常に新しいイデオロギーの挑戦に晒されている中で、恵みの使信をいつも新たに解釈し伝えることにあります。その際、神の聖霊が貴方を導き、神の言葉と神の義のために、人々の心を開いて下さるでしょう。このような素晴らしい任務に、本日貴方に就いて頂く訳です。では、共に祈りましょう。

来たれ、聖霊よ!そしてあなたの恵みで私達の心と感覚を満たして下さい! アーメン
Pfarrerin Christine Busch ist Kirchenrätin der Evang. Kirche im Rheinland, Düsseldorf.


Pfarrer HAYASHIBARA Yasuki

「教会と伝道」

<創立記念・就任式礼拝>  

マタイ13:44―46

本日は、お近くより、またご遠方より、多くの方々にお集まりいただき、主にあって感謝致します。

私たちの日本語教会は、1977年11月13日にボン大学神学部学生寮の一室で行われた「ボン聖書集会」からスタートしました。最初は6名のメンバーによる集いでありました。その後1979年5月に「ボン日本人キリスト教会」に改名し、さらに「ケルン・ボン日本人キリスト教会」となり、現在「ケルン・ボン日本語キリスト教会」という名称となっています。礼拝場所も、ボンからケルンに移り、最初は自由福音教会をお借りしていましたが、1990年3月から、ここボンヘッファー教会に受け入れていただくようになり、現在に至っています。1980年11月に、日本基督教団と当時のEKUとの間に結ばれた「宣教協約」による初の派遣宣教師が着任してから、27年になります。創立以来、応援の先生を含めると9名の牧師がこの教会の牧会に携わってきました。

この間、当教会には多くの方々が訪ねてくださり、喜びや悲しみを共有しつつ、共に教会生活をして参りました。外国にある教会の宿命でしょうか、数年間の滞在で母国に帰国される方々も少なくありませんでした。しかしながら、この地でイエス・キリストに出会い、日本で洗礼を受けるに至った方々も多くあり、ドイツで蒔かれた種が日本で実を結ぶという喜ばしい経験をしてきています。現在、日本には私たちの教会を力強く支援してくださる「ケルン・ボン教会を支える会」が設立され、その趣旨に賛同し、祈り支えてくださる会員の数が、100家族を数えるほどになっております。また更には、その方々をも含めて日本のみならず全世界の350名の方々や教会と繋がりを持ち、月報を送らせて頂いています。

このように、私どもの教会が多くの方々と共に喜びと慰めを分かち合いつつ30年間歩んで来れました事は、ラインラント州教会のご支援によるところが大であった事は申すまでもありません。ドイツ教会の深い理解と主にある友情によって、これまでの私たちの歩みが守られてきました事に、感謝を致します。私も、これから教会員と共に、喜んで今後の宣教の課題を担っていこうと思います。

さて、マタイ13:44―46についてですが、ここには次の二つの話が書かれています。一つは、畑に隠されていた宝を見つけた人は、持ち物をすっかり売り払ってその畑を買う、という話で、もう一つは、商人が高価な真珠を一つ見つけると、出かけていって持ち物をすっかり売り払い、それを買う、という話であります。これらは共にイエス様が話された、天国の譬えです。宝とは、天国のことを指しています。天国を見出だす者は、畑に隠されていた宝や高価な真珠を発見するのと同じであり、それを見つけたなら、全財産を全て売り払ってでも手に入れたいと思うようなものなのである、という話であります。

私はこの箇所の「天国」という言葉を、「神」という言葉に置き換えて読むことも差し支えないのではないかと思っています。天国を見つける人とは、神を見出す人のことだからです。神を知り神と実存的に出会う者は、他の何によっても換えがたい高価な宝を得る者のようにされるのであります。

私は、高校生の頃に背伸びをして大人の真似をし、やりたい事をやりつくし、とうとうやりたいことが何もなくなり、虚無的な思いに陥ってしまいました。世の中の全ての物事に対して無関心、無感動状態に陥り、人生が空しくて仕方がなくなったのでした。そんな時に友達の誘いで教会に行きはじめ、18歳のときに、初めて神様がおられることを知りました。その時、私は、本当に驚き、そして喜びに満たされ、まさに今日の聖書箇所に書かれている「宝」、また「高価な真珠」を発見した人と同じ状態になりました。私の人生はそこで変わりました。心の中の空しさが消え去り、いつも主とともなることによる平安がやってきました。以来私は、この神様という「宝」の存在を、まだ知らない人たちに伝えたいという思いで、今日まで伝道者としての歩みをしてまいりました。

神様の存在を信じなくても、それでもって神様が消えてしまうことはなく、神様がおられること自体は全く変わらないことであります。しかしながら、神様を知らない人、その存在を信じていない人にとっては、神様は、あっても無きが如くなっております。その人にとっては神様はおられないのと同然になっていますので、従って、神様の愛やみ支え、み助け、み恵みなど知るよしもなく、日々を過ごしているのです。また信仰義認や永遠の命の恵みにも、そのような恵みがあることを知らないが故に、与ることが出来ないでいるのであります。残念なことです。故に、全ての人に、神様のご存在と、み恵みを知っていただきたいのです。それが私の伝道の動機です。またそこに、我々のように既に神を知る者とされた人間が伝道すべき理由があるのであります。パウロは、伝道は神の業であるが、同時にそれは人を通して行われるということを述べ、「宣べ伝える人が無ければ誰が聞けるであろうか」と言っております。故に我々は伝道という神の業に参与する必要があるのです。

伝道には時間がかかります。牡蠣を育てるような、またよい真珠を作るようなものであります。しっかりした信仰者が育っていくためには時間がかかるのですから、じっくりたっぷりという心構えでやっていきたいと思っています。その一方で、いま、現実に、直ちに福音を必要としている人たちもおります。それは時間をかける伝道とは別で、急を要するものであります。とくに現代的な社会状況にあっては、そのような、急を要する伝道のニーズが、高まっているとも言えましょう。み救い無くば、今にも倒れそうな方々が、ここかしこにおられます。故に、時にスピーディーに敏速に手を打たねばならない伝道もある、ということをも認識して、伝道活動をしていきたいと思います。勿論、主のみ力と御導きなくば、何も出来ませんので、主が先立って導いてくださることを信じ祈りつつ、です。

私は、日本では、16年ほど前から、常に身近なところにドイツ人の宣教師の先生や奉仕団の方がおられる環境にいました。それらの先生方は日本の宣教のために大変良いお働きをしておられ、その方々を通して福音に触れた日本人が多数おります。私はその方々に教会としても、また個人的にも、大変お世話になったので、そのお返しをしたいという気持ちも込めて、これから力いっぱいこの地で宣教活動をしていきたいと思います。 ケルン、ボン、デュッセルドルフ、その他のラインラント州教会管轄地域には、沢山の日本語を語る方々が住んでおりますが、多くの方は神様との実存的な出会いを得ておられないと思います。その方々に是非神様のことを伝え、またキリストの福音に触れていただけるように、活動していきたいと思います。御加祷下さい。また教会員の皆様、共に伝道してまいりましょう。