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Partnerschaften
als Gemeinde-, regionale oder überregionale Partnerschaften
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Weingarten/Baden - Jumin Church/Songnam in Südkorea
Die bisherigen Begegnungen:
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03.-18.08.1994
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von Weingarten nach Songnam
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12.-22.08.1996
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von Songnam nach Weingarten
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25.5.-06.06.1998
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von Weingarten nach Songnam
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09.08.-19.08.2000
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von Songnam nach Weingarten
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21.05.-30.05.2002
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von Weingarten nach Songnam
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06.08.-16.08.2004
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von Songnam nach Weingarten
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Aus der Kirchengemeinde Weingarten sind in diesen Jahren 34 Personen nach Songnam geflogen, einige bereits mehrmals; aus Songnam kamen 54 Gemeindeglieder nach Weingarten. Zusammen also 88 Personen, die eine andere Kultur und ein anderes Christsein kennen lernten, ohne besondere Sprachkenntnisse in einem fremden Land kommunizieren mußten. Das Alter der jeweils Reisenden lag zwischen 12 und 50 Jahren. Älteste waren dabei und die Gemeindepfarrer.
Die Finanzierung der Reisen obliegt den einzelnen Reisenden bzw. der Regelung durch die jeweilige Gemeinde; das ökumenische Prinzip aber wird durchgehalten: der Reisende finanziert seine eigene Flugreise, der Gastgeber finanziert den gesamten Aufenthalt der Gäste. Mögliche Zuschüsse werden nicht in Anspruch genommen.
Einmal im Jahr wird versucht, einen gemeinsamen Gottesdienst über eine Telefonverbindung zu feiern.
 
Im Jahre 2003 kamen (im Rahmen des Ökum. Freiwilligenprogramms des EMS) zwei junge Frauen aus der Jumin-Gemeinde für ein halbes Jahr nach Weingarten, um mit den deutschen Freunden zu leben und in kirchlichen Einrichtungen mitzuarbeiten. Frau JEON und Frau YANG. Ihre sog. Abschlussbericht wurde der ganzen Gemeinde vorgetragen.
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Begegnung in Weingarten - 6.-16.8.2004
20 Gäste aus der Jumin-Gemeinde in Songnam in der Kirchengemeinde Weingarten (Baden). Es ist der sechste Austausch. Zum Schluss wird die nächste Reise, dann von Weingarten nach Songnam geplant: im Jahre 2006.
Ein dichtes Programm - und alle waren es zufrieden.
Ein reicher Gottesdienst (am Tag der Befreiung von der jap. Kolonialherrschaft und ein Gebet, das von Nord- und Südkorea gemeinsam verfasst worden war)
Ein koreanischer Abend - der Höhepunkt für die deutschen Partner
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| Trommeln der Jumin-Gemeinde in Weingarten |
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Pfarrer LEE Hae Hak, der vor 30 Jahren die Jumin-Gemeinde gründete, wurde von seiner Gemeinde beurlaubt, um bis Ende 2005 in Indien das Leben in Kommunitäten bzw. Lebensgemeinschaften zu erforschen. Er wird, so hofft die Gemeinde, mit neuen Konzepten für die Zukunft seiner Minjung-Gemeinde zurückkehren.
Während seiner Abwesenheit arbeitet Pfarrer LEE Choon-Sup in Songnam. 1955 geboren, studierte er von 1978-85 Theologie an der Hanshin Universität. Dazwischen war er von 1980-82 zwei Jahre im Gefängnis. Er wurde dann Generalsekretär der Urban-Industrial-Mission UIM der PROK. Ab Dez. 2001 leitete er das Seondong Migrant Workers House und ist nun seit Februar 2004 Pfarrer der Jumin-Gemeinde in Songnam.
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Weingarten/Baden - Jumin Church/Songnam in Südkorea
Aus der Geschichte der Jumin-Gemeinde in Songnam
Im Januar 1973 sandte die "Seoul Metropolitan Community Oranization" den jungen "community organizer" Pfarrer LEE Hae Hak nach Sungnam, um dort eine Missionsarbeit zu beginnen. Songnam war damals noch ländliches Gebiet, da und dort eine kleine Fabrik, bergiges Gelände, auf dem Arme und Arbeitslose ein dürftiges Leben fristeten. Den Armen sollte das Evangelium gepredigt werden. Und Freiheit aus den bösen Zwängen der Zeit. Man versammelte sich in einer leeren Fabrikhalle. Pfr. LEE sammelte die Kinder, organisierte einen "Kinder-Rat" und begann so seine Mission. Die "Jumin-Gemeinde" wurde dann im März 1973 in Sujin-dong, Songnam-shi gegründet.
Als ihr Pfarrer dann (es war die Zeit der Militärdiktatur) in den folgenden Jahren mehrmals verhaftet und sich oft monatelang im Gefängnis Wiederfand, zerbrach die Gemeinde keineswegs, sondern wuchs und wurde stark.
Schon am 17. Mai 1975 organisierte sie eine "medical community" und begann damit einen medizinischen Dienst an den Kranken und Armen in der Region. Die Gemeinde eröffnete auch ein Beratungsbüro für Arbeitslose und über offene Arbeitsstellen, eine Abendschule für Arbeiter und eine Bibliothek für die Bewohner der Region. So wurde das Evangelium zu den Armen gebracht.
In der damaligen Notsituation sandte die evangelische Kirche in Deutschland durch einen Missionar Gelder, um die Missionsarbeit der Gemeinde zu untertsützen. Die Jumin-Gemeinde beschloss, mit diesem Geld ein Stück Land für einen Kirchbau zu kaufen (Gemeinden wie die Jumin-Gemeinde, die sich sozial engagierten, waren damals von der Regierung nicht gerne gesehen und hatten große Schwierigkeiten, einen Raum für die Gottesdienste zu mieten).
Am 2.12.1979 wurde die "Jumin Credit Union" gegründet. Der Slogan ihrer Werbung hier "Einer für alle, alle für einen". Das neuen Gebäude in Taepyung-dong, das bis heute genutzt wird, wurde zwischen Juli und Oktober 1981 errichtet. Darin wurden 1984 ein Kindergarten und eine Kindertagesstätte eingerichtet für Ehepaare, die beide arbeiten mussten. 1990 wurde die "Jumin Life Union" gegründet, die dem Handel mit landwirtschaftlichen Produkten zwischen Bauern und Stadtbevölkerung Auftrieb gab. Gleichzeitig wurde die "Jumin Lehrhaus" eingerichtet, in dem Schüler, die zu arm war, um die Schule zu besuchen, eine Ausbildung erhalten konnten.
Trotz großer Probleme begann die Jumin-Gemeinde eine neue Gemeinde zu gründen, die "Sanja Kirche" (Pfarrer KIM Hae-Sung). In ihr sollten Arbeiter, die in der örtlichen Industrie arbeiteten, gesammelt werden. Das war 1986. Nur 8 Jahre später, 1994, gründete die Gemeinde das "Sungnam Migrant Workers House" für Arbeitsuchende aus Ost- und Südostasien und richtete eine Beratungsstelle ein. EIn wichtiger Auftrag war eine Gesetzgebung, das das Leben und die Verhältnisse von Migranten auf eine menschenwürdige Basis stellen sollte. Ein "Haus der Zukunft" wurde für eine Person gegründet, die während der großen Wirtschaftskrise in den 90er Jahren gefeuert worden war (1997). Die Kirche half ihm und Kindern und Alten.
In den Jahren von 1970 bis 1980 arbeitete die Jumin-Gemeinschaft intensiv für die Demokratiebewegung, setzte sich ein für ein besseres Leben und für Bewußtseinsänderung unter den Armen. Zwiechen 1990 und 2000 arbeitete sie für die Durchsetzung von Demokratie und für die Vereinigung Koreas. Viele Schwierigkeiten und auch Leiden begleiteten diese Arbeit. Pfarrer LEE wurde oft verhaftet. Aber die Familie der Jumin-Gemeinde wurd dadurch stark und gefestigt in dem Glauben "we are the ground of the truth and the pillar of the justice!". Die Gemeindeschaft der Jumin-Kirche hat mit Christus das Kreuz getragen und die Freude seiner Auferstehung geteilt. Pfarrer LEE Hae Hak, der die Gemeinde seit 30 Jahren leitet, erhielt jetzt ein Sabbatjahr, um die Idee einer "Gemeinschaft des Lebens" weiter zu entwickeln. Während seiner Abwesenheit wird Pfarrer LEE Choon Sup ab Februer 2004 die Gemeinde führen.
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