Aus der Geschichte

Auf Grund der gemeinsamen Geschichte und theologischen Tradition sind DOAM und SOAM aufs engste miteinander verbunden. Ihnen obliegt gemeinsam die Verwaltung der Stiftung Christliche Ostasienmission in Kyōto, Japan.
1972 wurde das Evang. Missionswerk in Südwestdeutschland EMS (Stuttgart) gegründet. Gründungsmitglieder sind sechs Kirchen und vier Missionsgesellschaften. Die DOAM hat damals ihre Heimatarbeit im Bereich dieser Landeskirchen in das EMS integriert sowie die Beziehungen zu den Partnern in Ostasien. Dasselbe wurde 1974 mit dem Berliner Missionswerk bmw vereinbart.
Damals blieb der Teil der Ostasienmission, der in den heute sogenannten „neuen Bundesländern“ lag, nicht berücksichtigt. Ein Freundeskreis überlebte bis zur Vereinigung mit der DOAM im Jahre 1992. Seither ist die DOAM auch wieder verantwortlich für den Aufbau und die Pflege von Freundeskreisen. Sie unterstützt damit die Arbeit der beiden Missionswerke.
Die Deutsche Ostasienmission
entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Resten der OAM. Die förmliche Neugründung fand 1952 statt (Satzung 1952). Im selben Jahr wurde der letzte Missionar der OAM in China: Dr. Wilhelm Seufert (1885-1974), von der kommunistischen Regierung ausgewiesen.
Als erster deutscher Mitarbeiter nach dem 2. Weltkrieg in Japan wurde 1951 Pfr. Harald Oehler (1913-1980) ausgesandt. Er war gleichzeitig Pfarrer der Deutschen Evangelischen Gemeinde in Tokyo.
Noch war nichts zu spüren von partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit der Vereinigten Kirche Christi in Japan (Kyodan), obwohl die Gemeinden der OAM alle inzwischen Gemeinden dieser Kirche geworden waren.
Erst nach 1961 (New Delhi) wuchs sowohl in Japan als auch in (West-) Deutschland langsam das Bewußtsein dafür, dass Mission keine einseitige Angelegenheit sein kann: das Ende der Einbahnstraße wurde auch von der japanischen Kirche gefordert. Die DOAM reagierte darauf allerdings nur langsam.
Ab 1975 kam es dann zu Aussendungen auf Grund von Anforderungen aus Japan. Im darauffolgenden Jahr wurde der Grund gelegt für das Tomisaka Christian Center (TCC), das fortan selbständig und ohne Kontrolle durch die deutschen Partner, seine Aufgaben entwickelte, sein Programm durchführte und zum Nutzen vieler weit über die Kirche hinaus wirkte.
Informationen zur Arbeit der DOAM heute erhalten Sie hier.

Stationen einer Reise durch Japan und Korea, 1970
Pfarrer i. R. Dietmar Rosenkranz, langjähriger stellvertretender Vorsitzender der DOAM. machte 1970 eine Reise nach Japan und Korea. Er berichtete in einer kleinen 52seitigen Broschüre seine Eindrücke und läßt uns teilhaben an
den damals fälligen Entscheidungen.



Buddhistische Tempel und shintoistische Schreine in Kyoto und Tokyo, dazwischen christliche Gemeinden. Ein Besuch in einer weltweit agierenden Firma und Begegnungen mit der Studentenbewegung damals.
Weltausstellung in Osaka und nahe dabei das Kamagasaki-Viertel der Diskriminierung von Koreanern, mit Gangstern und Prostituierten.
Die Christliche Akademie in Kyoto, das Zentrum zum Studium jap. Religionen, Sozialarbeit - und Tempel, Tempel ...
Sendai-Shi im Nordosten Japans und wie ein junger Missionar seine Arbeit anfängt.
In Seoul zeichnet sich die kommende Diktatur aus Angst vor Nordkorea ab. Begegnungen mit Christen und Kirchen, Gespräche über eine neue theologische Zusammenarbeit in Südkorea.

Als pdf-Datei zu lesen oder herunterzuladen.

AEPM - Allgemeiner Evangelisch-Protestantischer Missionsverein
Der 10. Jahresbericht des AEPM von 1894 hier.
Die Gründung der DOAM 1952 in Hamburg hier. Diese Gründung war durch die Trennung der 1945 in Schaffhausen gegründeten Schweizerischen Ostasien-Mission von der "Ostasienmission" (bis 1929: AEPM) notwendig geworden.
Die Satzung bei der Gründung der DOAM 1952 hier.

Der Allgemeine Evangelisch-Protestantische Missionsverein (AEPM oder gelegentlich auch AEPMV) hatte immer wenig Missionare.
In einem
Jahresbericht von 1904 schreibt Missionsinspektor Witte:
"Wir sagen es offen heraus: wir s i n d schwach. Wie klein sind unseres Geldmittel gegenüber den großen Summen, die den alten Gesellschaften zur Verfügung stehen. Klein ist daher auch die Zahl unserer Missionare draußen; bescheiden und sparsam wird das ganze Werk betrieben. Unscheinbar verschwinden unsere Predigthäuser in Japan neben den prächtigen, hcohragenden Kirchen, die die Angelsachsen erbaut haben. Und in der Kleinheit unseres Werkes findet sich, wie in allem Menschenwerk, noch dazu mancherlei, was nicht gut und gesund ist: Die Not unserer großen Schulden, die Interesselosigkeit weiter Kreise hier in der Heimat und die Unvollkommenheit auch des Besten, was wir wollen. Dazu die andern, die uns sagen: was müht Ihr Euch, verwendet Zeit und Kraft auf bessere Dinge. Es ist doch umsonst! Und schließlich die, die nicht müde werden, uns entgegen zu halten: Ihr k ö n n t auch gar nichts Rechtes wirken, denn Euch fehlt der wahre Glaubensgrund..."
"Ja wir sagen es frei heraus: wir s i n d schwach, wir wissen es, auch ohne daß andre es uns sagen. Aber unsre Schwachheit läßt uns nicht verzweifeln, und das Urteil andrer drückt uns nicht nieder...."
"Wir beugen uns, aber nur vor Gott, vor dem wir alles gern bekennen, was wir an unserem, nein, an seinem Werk nicht recht getan, was wir versäumt, dass wir noch immer sagen müssen: wir sind schwach."



Wichtige Jahreszahlen

4.Juni 1884
Gründung des AEPM
1929
Umbenennung in Ostasienmission
1945
Trennung des schweizerischen Zweiges und Gründung der Schweizerischen Ostasien-Mission (SOAM)
1952
Gründung der Deutschen Ostasienmission (DOAM)
1972
Gründung des Evang. Missionswerkes in Südwestdeutschland EMS
1973
Gründung des Berliner Missionswerks BMW
1992
Vereinigung von OAM (im Bereich der ehemaligen DDR) und DOAM (im Bereich der ehemaligen BRD) zur Deutschen Ostasienmission DOAM.
2001
Satzungsänderung
(Auszug)
2002
Vereinbarung zu enger Zusammenarbeit von
SOAM und DOAM


Missionare nach 1950
Der erste Missionar der DOAM, der nach dem 2. Weltkrieg ausgesandt werden konnte (27.11.1951), war Pfarrer Harald Oehler aus Halle/Saale.

Ihm folgten:

Superintendent Alfred Schmidt (in Kooperation mit der Evang. Akademie Bad Boll)
1957-1959

Pfarrer Heyo E. Hamer
1961-1968

Pfarrer Norbert Klein
1961-1964

Pfarrer Günter Dressler
1965-1975

Pfarrer Heinz Fath
1969-1975

Ab 1972 werden die deutschen Mitarbeiter in Japan und Korea von den Missionswerken in Berlin bzw. Stuttgart ausgesandt und stehen im Dienst der jeweiligen Partnerkirchen.

Pfarrer Paul Schneiss
1975-1984

Pfarrer Ulrich Schaefer
1976-1982

Pfarrer Ingo Feldt
1976-1982

Pfarrerin Dorothea Schweizer
1975-85. 1989-

Pfarrer Dr. Wolfgang Kröger
1985-1988

Pfarrer Dr. Ulrich Dehn
1986-1994

Lutz Drescher
1986-1995

Pfarrer Dr. Martin Repp
1988 -

Pfarrer Dr. Hoffmann-Richter
1991-1999

Pfarrer Dr. Malte Rhinow
1992-2000

Frau Mira Sonntag
2005 -

Pfarrerin Esther Grieder
2005 -


OAM
Der AEPM benannte sich 1929 offiziell in "Ostasienmission" oder OAM um. Der Titel hatte schon seit 1921 als Untertitel Verwendung gefunden. Das sollte aber nicht bedeuten, dass der Verein für alle Zeiten sich auf Mission in Ostasien beschränken wollte...

Miss. Schroeder 1912
Im Jahresbericht von 1911 schreibt Missionar Emil Schroeder zu Kirche und Mission:

Nur die Kirche ist stark, die Mission treibt. Nur dort ist sie wirksam als Macht, wo sie Mission treibt.“