ST2017 - diakonia: Karina Bericht

Studientagung der DOAM
in der Evangelischen Akademie Meissen, 22-24. Nov. 2017


DOAM Studientagung in Meissen - ein Bericht

Von Mittwoch, den 22. November bis Freitag, den 24. November fand in der Evangelischen Akademie Meissen die diesjährige Studientagung der DOAM unter dem Motto „Gesellschaftliche Verantwortung und diakonisches Handeln - Was lernen wir voneinander in Südkorea und Deutschland?“ statt. Zum Themeneinstieg sprachen zuerst Dr. HONG Ju-Min aus Seoul über die gesellschaftliche Situation und den diakonischen Herausforderungen in Südkorea und dann Direktor Christian Schönfeld vom Diakonischen Amt der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens, Radebeul über die gesellschaftliche Situation und den diakonischen Herausforderungen in Deutschland, gefolgt von einem Podiumsgespräch mit den beiden Experten. Das Abendprogramm gestaltete OLKR i.R. Dr. Christoph Münchow aus Radebeul mit einem Bildervortrag zur Reformation in Sachsen. Abgerundet wurde dieser erste Tag durch eine Abendandacht zum Buß- und Bettag, der ja in Sachsen immer noch ein allgemeiner Feiertag ist, von KR i.R. Henry von Bose DD.

Der nächste Tag begann mit einer Morgenandacht zum Thema Reformation, Bildung und Diakonie gestaltet von Solomon Benjamin, Liaison Referent der EMS für Ostasien und Indien, in der Kapelle der Akademie. Nach dem Frühstück begann das Programm mit einer Einheit „Bibel teilen“. In Kleingruppen wurde das Gleichnis vom Richter und der Witwe, LK 18, 1-8 unter der Anleitung von Gabriele Mayer, EMS bearbeitet.
Danach ging es wieder thematisch weiter mit einem Vortrag von Dr. HONG Ju-Min zu Minjungtheologie und Diakonie und krankheitsbedingt mit einem telefonischen Vortrag von Dr. Birgit Susanne Dinzinger, Diakonisches Werk Württemberg, zum Thema Unterwegs zu einer flüchtlingsbereiten Kirche - Konkretion einer Theologie der Diakonie.
Die Gedanken aus den beiden sehr intensiven Vorträgen konnten anschließend in Kleingruppen noch vertieft und weiter gedacht werden. Eine Gruppe befasste sich mit dem Thema „Kirche in der Einwanderungsgesellschaft - ein Raum für neue Traditionen?“ mit Albrecht Engelmann, Ausländerbeauftragter der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens. Eine andere Gruppe Henry von Bose, DOAM, Tübingen fand sich zum Thema „Das Recht auf Erbarmen – biblische Wurzeln und die Herausforderung für unser Handeln“ zusammen. Pfarrer Changgook AHN von der koreanischen Gemeinde in Dresden gab Einblicke in „Koreanische Migrationskirchengemeinden in Deutschland und deren diakonische Herausforderungen“ und Anna Groschwitz, Referentin der christlichen Initiative „anders wachsen“, Dresden suchte mit ihrer Gruppe Ansätze für Alternatives Handeln in Kirchengemeinden angesichts der Wirtschaftswachstumsideologie.
Am Abend gab es ein bewegendes Zeitzeugengespräch zur Diakonische Gemeinschaft in Südkorea und deren Gründer AHN Byung-Mu mit Pfrin. i.R. Dorothea Schweizer und Pfr. i.R. Paul Schneiss.

Am letzten Tag kamen die Missionswerke der DOAM zu Wort. Jürgen Reichel, Generalsekretär der Evangelischen Mission in Solidarität, Stuttgart gestaltete die Andacht und sprach ein Grußwort und Dr. Christof Theilemann, vom Berliner Missionswerk sprach zum Verhältnis von Mission und Diakonie aus der Sicht des Berliner Missionswerkes. Anschließend stellte KANEKO Koichi, Tokio die Arbeit des Tomisaka Christian Center - Ein christlicher Kindergarten in Tokio vor. Die Tagung endete mit einer Andacht im Dom zu Meissen gestaltet von Carsten Rostalsky. Alle inhaltlichen Beiträge der Tagung sind auf der Homepage der DOAM verfügbar. (Karina Schumacher)

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