In Memoriam: Harald & Lore Oehler

Pfarrer Harald Oehler 
* 16.05.1913   + 19.07.1980

Lore Oehler 
(Hannelore Hirsch)
* 27.05.1923  + 30.11.2008

 

oehlerharald 1 400Harald Oehler: Geboren in Görlitz am 16. Mai 1913
1931 Abitur am Reform-Real-Gymnasium, Studium an den Universitäten Rostock und Halle.
„Zwei größeren Arbeiten widmete er in dieser Zeit, dem Problem der christlichen Predigt im japanischen und chinesischen Buddhismus und der Gruppenbewegung (Moral Rearmement)“.
1. Theol. Examen Nov. 1935, 2. Theol. Examen Aug. 1938 in Magdeburg.
Anschließend Hilfsprediger, dann , ab 5. März 1939, 14 Jahre als Pfarrer an St. Georgen in Halle, unterbrochen durch Wehrdienst und Kriegsgefangenschaft (Mai 1941 – Okt. 1946).
Am 09. August 1950 Heirat in Halle/Saale mit Hannelore Hirsch (geb. am 27.05.1923)
Am 31. Dez. 1950 bezieht er eine Wohnung in der Lindenstraße 78a, die später umbenannt wird in Philipp-Müller-Straße 78a. 

oehlerharald 2 400Ab 01.04.1951 nimmt er das Studium der japanischen Sprache in Berlin (West) auf und wohnt in Grunewaldstraße 22, Berlin-Steglitz (dort war auch die Wohnung von Pfr. Rohde, Missionsinspektor).
Anfang Januar 1952 reist er nach Tokyo.
Dienstzeit bei der Deutschen Ostasienmission: von 1951 bis 1966, in Koishikawa, Bunkyo-Ku, Tokyo.
Gleichzeitig war er Pfarrer der Deutschen Evangelischen Gemeinde Tokyo-Yokohama.

Ab Mai 1965 Pfarrer in Wiesbaden und wohnt in der Emser Straße 3, und ab 01. Dez. 1966 Pfarrer in Darmstadt, mit Wohnung in der Ohlystraße 73, ab Dez. 1971 in Roquetteweg 17.

Am 24. Juni 1980 Beginn der Dienstreise nach Tansania.
Am 19. Juli 1980 verstorben in Bukoba/Tanania (Victoriasee)
Mehr zu Leben und Arbeit von Harald Oehler siehe unten. 

oehlerhannelore 2 400Hannelore Oehler, geb. Hirsch
Geboren am 27. Mai 1923 in Halle/Saale als Tochter des Holzhändlers Willy Hirsch und seiner Ehefrau Charlotte, geb. Luther. Beide evangelisch. Die Mutter ist krank und stirbt schon 1934 an Leukämie.
1929 bis 1934 Grundschule, ab 1934 Mitglied im BDM (Bund deutscher Mädel).
Von 1934 bis 1940 Besuch der Mittelschule. Anschließend das Pflichtjahr.
Ausbildung zur Technischen Assistentin und kriegsdienstverpflichtet bei den Leunawerken (Chemie).
Nach dem Krieg bis zur Hochzeit Arbeitsstelle in der Holzhandlung des Vaters.

Hochzeit am 9. Aug. 1950 mit Pfarrer Harald Oehler. Dann Umzug nach Berlin-West.
1952 Ausreise nach Japan im Auftrag der Deutschen Ostasienmission.
Ab Juni 1953 Betreuung der Pfarrstelle der Deutschen Evangelischen Gemeinde in Tokyo-Yokohama.
1954 Geburt der Tochter Angelika.

oehlerhannelore 1 400Ab 1954 zusätzlich Betreuung der Pfarrstelle der Deutschen Evangelischen Gemeinde in Kobe-Osaka.
1956 Gründung des Deutschen Kirchenchores zusammen mit Kantor Schmitt.
1958/59 Heimaturlaub in Deutschland und wieder nach Japan.
1959 Einweihung der neuen Kirche der Deutschen Evang. Gemeinde Tokyo-Yokohama in Tokyo.
1960 Geburt der Tochter Martina.
1965 Rückkehr nach Deutschland, ein Jahr in Wiesbaden noch im Dienste der Deutschen Ostasienmission.
Dann Darmstadt mit einer halben Pfarrstelle in der Gemeinde und einer halben Stelle für Mission.
Am 19. Juli 1980 verstirbt Pfarrer Harald Oehler auf einer Missionsreise in Tansania.

Hannelore Oehler sah sich immer als Pfarrfrau, die ihrem Mann hilft und vielfältige Aufgaben in der Gemeinde übernimmt. So war es in Japan und dann auch in Deutschland. Sie liebte die Musik, speziell Kirchenmusik und so wirkte sie 41 Jahre lang im Pauluschor in Darmstadt.

Lebenslauf als pdf

(für alle Dokumente, Informationen und Fotos danken wir bes. der Tochter Angelika Zwinger, geb. Oehler). 


Zum Leben:
Lebenslauf von 1953
Lebenslauf von 1954
Lebenslauf von 1957
Lebenslauf von 1965
Lebenslauf von 1965
- ergänzungen
Lebenslauf in Zahlen (2019)
Ehrenurkunde der Stadt Darmstadt 2. April 1980
Sterbeanzeigen

Nachrufe
Weg und Wahrheit, Nr. 32/7, 10.08.1980
Darmstädter Arbeitskreis der Evangelischen Akademie. Erinnerung an einen Freund
Nachruf
Nachruf Klassenkameraden
Verschiedene Nachrufe

Aufsätze und Briefe
"Besondere Schwierigkeiten christlicher Verkündigung in Japan", 1966
in: Festschrift zum 70. Geburtstag von D. theol. Gerhard Rosenkranz am 29.04.1966 "Christ aus Weltverantwortung in der Herausforderung der Gegenwart"

"Der Wiederaufbau 1951 bis 1960"
in: Kurt Meissner, Deustche in Japan 1639-1960, OAG 1961, S.94-97. Zusätzlich zwei Fotos: (1) Deutsche Schule Omori, (2) Die dritte evangelische Kiche in Kita Shinagawa.

"Mission unter Gebildeten und Studenten"
in: Gerhard Rosenkranz, Christus kommt nach Japan", Bad Salzuflen 1959, S.144-150. 

Zeitungen/Quellen
Kölner Stadtrundschau Nr. 41, April 1959
Missionar aus Tokyo "bereist" Kölner Gemeinden. Heimaturlaub geht zu Ende - Dann wieder 72 Monate in Japan.

Mitteilungsblatt der DOAM - Einladung zur Jahrsversammlung (16.09.1951) nach Neustadt/Pfalz:
Missionsdirektor Pastor Dr. Junge (Hamburg) und Pfarrer Harald Oehler: "Japan ruft".

Arnold Rust "Neue Wege der Deutschen Ostasien-Mission in Japan nach 1945
in: Ferdinand Hahn, Hg, "Spuren - Festschrift zum hundertjährigen Bestehen der Ostasien-Mission", 1984.
Braunschweiger Zeitung, 22.07.1958

"Auch der moderne Japaner wurzelt tief in der Tradition". Tokioter Missionar zu Gast in Braunschweig - Sprache ist Schlüssel zu Seelen.

Missionar Oehler auf der Heimreise nach Deutschland.

Am 21. Februar 1965 hielt Missionar Oehler seinen Abschiedsgottesdienst in der Tomizaka-Kirche in Tokyo. Nach dem Gottesdienst überreichte der Kirchenvorstand nachfolgende Dankadresse.

120 Jahre Evang. Gemeinde Deutscher Sprache Tokyo-Yokohama 1885-2005.
Erinnerungen an die Zeit im Vorstand des Kirchenrates der Ev. GemeindeKantor Dietrich Schmidt
-  Als rheinischer Hilfsprediger in Tokyo 1961-1963. Von Heyo E. HAMER
-  Die Pastoren und Pastorinnen der Evangelischen GemeindeDeutscher Sprache Tokyo-Yokohama

Städtischer Dank für besonderen Einsatz im Ehrenamt.
65 Darmstädter erhielten Ehrenurkunde für verdiente Bürger / "Nötig für das Funktionieren unserer Demokratie"  

Kamitomisaka-Gemeinde (1965)
Dank der Gemeinde
Prof. Yamaoka's Dank