Startseite Partner NCCJ Verfassung: Gemeinsame Erklärung des japanisch-nordamerikanischen Missionsforums

Verfassung: Gemeinsame Erklärung des japanisch-nordamerikanischen Missionsforums

Bewahrung der Friedensverfassung

„Wir, das japanische Volk, handelnd durch unsere rechtmäßig gewählten Vertreter im nationalen Parlament, entschlossen für uns und unsere Nachkommen die Früchte friedlicher Zusammenarbeit mit allen Nationen und das Glück der Freiheit in unserem ganzen Lande zu sichern und nie wieder durch Handlungen der Regierung von den Gräueln eines Krieges heimgesucht zu werden, erklären hiermit, dass die souveräne Macht beim Volke ruht und setzen diese Verfassung fest.“

Art. 9, Abs. 1:

„In aufrichtigem Streben nach einem auf Gerechtigkeit und Ordnung gegründeten internationalen Frieden verzichtet das japanische Volk für alle Zeiten auf den Krieg als ein souveränes Recht der Nation und auf die Androhung oder Ausübung von Gewalt als Mittel zur Beilegung internationaler Streitigkeiten.“

Art. 9, Abs. 2:

„Um das Ziel des vorhergehenden Absatzes zu erreichen, werden keine Land-, See- und Luftstreitkräfte oder sonstige Kriegsmittel unterhalten. Ein Recht des Staates zur Kriegsführung wird nicht anerkannt.“

 

Japanisch-nordamerikanisches Missionsforum
Gemeinsame Erklärung

29. März 2007

 

Wir, die wir im japanisch-nordamerikanischen Missionsforum versammelt sind und an die Herrschaft des Gottes des Friedens glauben, bekunden unsere tiefe Sorge und unseren Zorn darüber, dass es derzeit übereilte Vorbereitungen gibt für eine Revision der japanischen Verfassung, besonders des Artikels 9.

Japan’s derzeitige Verfassung wurde entwickelt als Reaktion auf die Reue, die das japanische Volk empfunden hat wegen seiner Aggression gegen andere asiatische Länder, besonders gegen Korea und China, wobei schätzungsweise 20 Millionen Menschen getötet und ganze Landstriche durch den Krieg verwüstet wurden, einschließlich ihr eigenes Land. Infolge seiner Niederlage hat sich Japan dafür entschieden, eine friedliche Nation zu sein, indem es sich für seine jetzige Verfassung entschieden hat, wo in Artikel 9 „eine Absage an Krieg und der Verzicht auf das Recht des japanischen Staates auf Militär und Kriegsteilnahme“ erklärt wird.

Nichtsdestotrotz hat die regierende Partei von Premierminister Shinzo ABE seit ihrem Amtsantritt im September 2006 die Verfassungsreform zu ihrem Hauptanliegen erklärt. Seine Regierung hat im Dezember eine Revision des „Grundgesetzes der Bildung“ durchgepaukt, (ein Gesetz, das die Bemühungen zur Durchsetzung des Nationalismus stärkt), und nun drängt er stark darauf, dass die „Vorlage für ein nationales Referendum“ in Bezug auf das Vorgehen in Sachen Verfassungsreform angenommen wird.

Wenn Artikel 9 der Verfassung aufgehoben wird, wird damit für Japan ein Weg für militärische Aktionen freigemacht, und Japan wird sich mit den USA als einer Nation, die sich legal an Kriegen beteiligen kann, verbünden.

Wir glauben, dass Krieg ein Übel ist und nicht dem Willen Gottes entspricht, und darum kann ein Land, das sich an Kriegen beteiligt, nicht als ein „wunderschönes Land“ betrachtet werden (wie Premierminister ABE es ausgedrückt hat).

Aus diesem Grund erklären wir sowohl unsere Gegnerschaft gegen alle Bestrebungen, die japanische Verfassung zu ändern als auch unsere tiefe Sehnsucht nach einem wahren Frieden unter der Herrschaft Gottes.

29. März 2007

 

Die Teilnehmer des Japanisch-nordamerikanischen Missionsforums:

  • Presbyterian Church of Canada
  • United Church of Canada
  • Presbyterian Church (USA)
  • United Methodist Church
  • United Church of Christ (USA) und Christian Church (Disciples of Christ), USA und Canada
  • Reformed Church, USA
  • United Church of Christ, Japan
  • Korean Christian Church in Japan
  • Japan Christian Social Work League
  • Christian School Council on Cooperative Mission

NCCJ

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Verfassung Artikel 9 Konferenz

28. Nov. - 2. Dez. 2007 fand in Tokyo eine "Inter-religious Conference on Article 9 of the Japanese Peace Constitution" statt. Programm, Vorträge, Abschlusserklärung

Verfassung §9

§9 der japanischen Verfassung garantiert, dass Japan nie wieder Krieg führen wird. Hier der Generalsekretär T. Yamamoto zum Problem

Artikel 9 der Japanischen Verfassung (offizielle Übersetzung):
Article 9.
Aspiring sincerely to an international peace based on justice and order, the Japanese people forever renounce war as a sovereign right of the nation and the threat or use of force as means of settling international disputes.
(2) In order to accomplish the aim of the preceding paragraph, land, sea, and air forces, as well as other war potential, will never be maintained. The right of belligerency of the state will not be recognized.

Texte als pdf-Datei

Gemeinsame Erklärung: jap.-nordamerik. Forum für Mission in Japan
29. März 2007
Wortlaut, als pdf-Datei

YAMAMOTO Toshimasa:
Social and Political Involvement of the Churches. als pdf-Datei

Buchhinweis

Wichtige Dokumente zu "Brennpunkte in Kirche und Theologie Japans" sind im gleichnamigen Buch zu finden:
- Tennoismus
- Diskriminierung (Buraku)
- Krieg und Frieden
- Yasukuni-Schrein
(hg. von TERAZONO Yoshiki & Heyo E. Hamer, Neukirchener Verlag 1988
ISBN 3-7887-1224-4)

Erziehung / Schule

Das neue Erziehungsgrundgesetz und die Folgen. >hier

Hinomaru & Kimigayo

In einer Stellungnahme vom 27.5.2004 verurteilt die Generalversammlung des NCCJ den Mißbrauch der Nationalhymne (Kimigayo) und der Nationalflagge (Hinomaru). In nicht wenigen Fällen wurden im April d. J. Lehrer dafür bestraft, dass sie sich weigerten, die Nationalhymne zu singen oder mit dem Klavier zu begleiten, und deren Schüler sich weigerten, sich zum Singen der Hymne zu erheben. >mehr

KOOPERATIONEN

Zusammenarbeit in bestimmten Bereichen besteht mit: "Justice and Peace" der katholischen Bischofskonferenz, Heilsarmee, Kirche Christi in Japan, Reformierten Kirche in Japan, Orthodoxen Kirche in Japan und Nazareth-Kirche.

STIPENDIEN

Der NCCJ vermittelt durch seine Deutschland-Kommission Studenten der Theologie in das Stipendienprogramm des ÖRK bzw. des Diako-nischen Werkes der EKD in Stuttgart.

Zur Finanzierung trägt auch die DOAM durch das Evang. Missionswerk in Südwestdeutschland bei.

NCC_J


SUZUKI Reiko
Moderatorin


YAMAMOTO Toshimasa
Generalsekretär

BIBELGESELLSCHAFT

Im Jahre 2000 feierte die Japanische Bibelgesellschaft ihr 125jähriges Bestehen.
Bereits 1875 eröffnete die Schottische Bibelgeselslchaft eine Deppendance in Yokohama.
Kurze Zeit danach kamen auch die British and Foreign Bible Society und die American Bible Society nach Japan. 1969 machte sich die Jap. Bibelgesellschaft unabhängig.
In den Jahren 2002-03 wurden in Japan etwa 166.000 Bibeln und etwa 787.000 Neue Testamente verteilt. >mehr

Publikationen

Der NCCJ publiziert die "Japan Christian Activity News". Sie werden seit 2003 auch im Internet angeboten.


 

Texte als pdf-Datei

Gemeinsame Erklärung: jap.-nordamerik. Forum für Mission in Japan


29. März 2007
Wortlaut, als pdf-Datei

YAMAMOTO Toshimasa:
Social and Political Involvement of the Churches. als pdf-Datei


Buchhinweis

Wichtige Dokumente zu "Brennpunkte in Kirche und Theologie Japans" sind im gleichnamigen Buch zu finden:
- Tennoismus
- Diskriminierung (Buraku)
- Krieg und Frieden
- Yasukuni-Schrein
(hg. von TERAZONO Yoshiki & Heyo E. Hamer, Neukirchener Verlag 1988
ISBN 3-7887-1224-4)


Artikel 9 der Japanischen Verfassung

"Article 9.

 

Aspiring sincerely to an international peace based on justice and order, the Japanese people forever renounce war as a sovereign right of the nation and the threat or use of force as means of settling international disputes.

 

(2) In order to accomplish the aim of the preceding paragraph, land, sea, and air forces, as well as other war potential, will never be maintained. The right of belligerency of the state will not be recognized."
(offizielle Übersetzung)