Dietrich Bonhoeffer in Japan -Tagung zum 100. Geburtstag

Die Japanische Barth-Gesellschaft, die Japanische Bonhoeffer-Gesellschaft und die Zeitschrift "Evangelium und Welt" Fukuin to Sekai) vom Verlag Shinkyo Shuppansha veranstalten am

21.3.2006

von 15:00 Uhr an ein Symposium zum Gedächtnis D. Bonhoeffers.
in der Shinanomachi-Kirche (Kyodan), Tokyo

Gedenkgottesdienst mit Pfr. H. MURAKAMI
Vortrag von Prof. Dr. MIYATA Mitsuo, Sendai
Vortrag von Frau Dr. Ilse Tödt, Heidelberg
am

24.3.2006

ab 18:00 Uhr ebenfalls in der Shinanomachi-Kirche, Tokyo

Vortrag und Diskussion zu H. E. Tödt's "Komplizen, Opfer und Gegner des Hitlerregimes" (dt. bei Kaiser Gütersloher Verlagshaus 1997, jap. bei Seibunsha, Tokyo)
am

27.3.2006

Vortrag von Dr. Ilse Tödt in der Kansai Gakuin Universität, Kobe

Vorträge siehe unten.


Die Vorträge - als pdf-Datei, auch zum Download

  • Frau Dr. Ilse Toedt, "Von Bonhoeffers Wagnis, das Friedensgebot Gottes zu wissen" [pdf-dt, pdf-jp]
  • Prof. Dr. MIYATA Mitsuo, "Über Herrn Prof. Heinz Eduard Tödt - sein Leben und seine Lehre" [pdf.dt]
  • Prof. Dr. MIYATA Mitsuo, "Leben als Polyphonie - Zum 100. Geburtstag Dietrich Bohoeffers" []pdf.dt]
  • Pastor Dirk Schulz, Heinz Eduard Tödt (1918 -1991) -Ein Lehrer für die Theologie und für das Leben [pdf.dt]
  • Pfarrer MURAKAMI Hiroshi, Eröffnungsgottesdienst, Predigt zu Psalm 17,3 [pdf.jp]

Frau Dr. Ilse Tödt - hier als pdf-Datei

"...Ein anderer deutscher Ökumeniker, Max Diestel, war in der Berliner Kirche Bonhoeffers Mentor. Er schickte den jungen Theologen als Vikar in eine deutsche Auslandsgemeinde in Spanien. Kurz nach seinem 23. Geburtstag 1929 hielt Bonhoeffer dort, in Barcelona, einen Gemeindevortrag über »Grundfragen einer christlichen Ethik«. Zweierlei Ordnungen Gottes meinte er zu erkennen, einerseits die Ordnung für geschichtliches Werden, andererseits die Liebesordnung. Zum geschichtlichen Werden gehört »das Problem der völkischen Ausdehnung, des Wachstums, des Krieges« (334). Im Krieg muss der Mensch sich zu beiden Ordnungen konkret verhalten. »Man hat es während des Krieges, und nach dem Kriege gehört und hört es jetzt immer wieder,« berichtet Bonhoeffer (335), eigentlich hätte die Christenheit den Krieg verhindern und hätten die Christen den Kriegsdienst verweigern müssen. In der Bibel, im Dekalog im Alten Testament und in der Bergpredigt im Neuen Testament, ist geboten: Du sollst nicht töten; und: Liebet eure Feinde. Das ist klar aber »unkonkret«. Wenn mein Volk angegriffen wird und ich gehe nicht in den Krieg, dann lasse ich die Meinen im Stich. Wenn ich in den Krieg gehe, dann kann ich zwar prinzipiell wissen, dass der Unterschied zwischen dem Feind und dem Bruder in meinem Volk eingeebnet ist durch den christlichen »gewaltigen Gedanken der allgemeinen Brüderlichkeit« (336). Aber in der konkreten Situation, in der ich mich entscheiden muss, ob ich meine »Mutter der Hand des Angreifers aussetze oder aber selbst die Hand erheben muss gegen den Feind, dann wird mir der Augenblick gewiss sagen, wer von den beiden mein Nächster, auch vor Gottes Augen, ist und sein muss. Gott hat mich meiner Mutter, meinem Volke gegeben; was ich habe, danke ich diesem Volk; was ich bin, bin ich durch mein Volk, so soll auch was ich habe ihm wieder gehören, das ist so göttliche Ordnung, denn Gott schuf die Völker« (337).

»Nicht leicht ist es, hier den feinen Riss zu erkennen, der durch die Argumentation läuft,« findet Heinz Eduard Tödt. »Es ist doch gar nicht mehr der Augenblick, der mir sagt, was zu tun ist«, sondern die Zugehörigkeit zu Bruder, Mutter und Volk. Tödt, der Frontkämpfer, fragt: »Konnten wir im Zweiten Weltkrieg durch unsere Waffen, können wir im >Dritten< Weltkrieg durch Vernichtungswaffen Mutter und Volk schützen?« (115) Es war doch faktisch so, dass unsere Truppe, die die Nordfront in Rußland hielt, »tatsächlich Hitlers mörderische Herrschaft verlängerte«.

Bonhoeffer meinte wohl, nur von Verteidigungskrieg zu sprechen. Es ist üblich, zu behaupten, Krieg führe man, weil man sich gegen Angreifer verteidigen müsse. Aber indem Bonhoeffer eine Geschichtsordnung »der völkischen Ausdehnung, des Wachstums« (334) zu erkennen meinte, hat er auch an Eroberungskrieg gedacht. »Denn mit dem Wachstum ist die Ausdehnung verbunden, mit Anschwellen der Kraft das Beiseitedrücken der andern, das ist im persönlichen Leben nicht anders wie im volklichen. Jedes Volk aber hat einen Ruf Gottes in sich Geschichte zu gestalten, ins Leben der Völker ringend mit einzutreten. Diesen Ruf gilt es herauszuhören aus dem Wachsen und Werden, damit es unter dem Angesicht Gottes geschehe« (339).

So >völkisch< dachte man in jenen Jahren in lutherischen Kreisen in Deutschland. Aus Luthers Lehre von dem Unterschied zwischen weltlichem und geistlichem Regiment Gottes war eine Zwei-Reiche-Trennung geworden. Wenn das Leben des Volkes eigenen Gesetzen gehorchen sollte, die nicht mit den biblischen Geboten vereinbar waren, dann musste Gottes Wille in sich gespalten sein. Bonhoeffer hatte eine solche Zweiteilung im Barcelona-Vortrag deutlich gemacht. Und das konnte nicht stimmen. Gott ist Einer, das Eine Gute. ..."

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Prof. em. Dr. MIYATA - hier als pdf-Datei

"... 1983 habe ich nochmals allerdings nur für eine Woche Heidelberg besucht und konnte die Abschlussvorlesung Herrn Professor Tödts hören und auch an seinem Seminar teilnehmen. Die Vorlesung fand in der Aula der Universität statt, in der schon Weber und Troeltsch Vorlesungen gehalten hatten, und darin forderte er, dass es eine theologische Theorie der Zeitgeschichte für das vergangene Jahrhundert geben solle. ... Im Seminar behandelte er die deutsche Widerstandsbewegung in deren Zentrum der Kreis um Bonhoeffer stand. Während dieses Aufenthaltes war es für mich ein großes Glück, dass ich dabei die reichhaltige Interpretation zu den verschlüsselten Aufsätzen in „Ethik“ ( z.B. die Kritik des japanischen Tenno-Systems) und die wichtigen Begriffe in den „Briefen aus dem Gefängnis “ (z. B. des Offenbarungspositivismus ), die sich im Nachlass von Bonhoeffer finden, hören konnte. ... "

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Prof. em. Dr. MIYATA - hier als pdf-Datei

"... Für die, die das tragische Ende kennen, ist der „Gesammelte Briefwechsel“ dieser schönen aber schmerzvollen Liebe eine schwere Lektüre, die man nicht in einem Zug lesen kann. Es sind äußerst persönliche Briefe, die Dritten das Gefühl vermitteln, heimliche Zuschauer zu sein, Briefe, die mit ihrem Zeugnis der Wahrheit und Liebe buchstäblich die Mauern des Gefängnisses durchbrechen. Die Texte sind durch das Netz der Zensur entwischt und durch die immer wieder angedeuteten Kontrollen gekommen. Und dennoch kann man aus ihnen die harte Wirklichkeit der letzten Etappe der Nazizeit herauslesen. Gleichzeitig wird aber auch die Haltung des Widerstands zweier Menschen deutlich, die sich dieser harten Wirklichkeit als ein Herz und eine Seele nicht beugten. In diesem Sinne kann man diesen Briefwechsel auch als Ausdruck antinazistischer Literatur bezeichnen.

Im Brief zu Marias 20. Geburtstag (16.6.1944) erinnert Bonhoeffer sich an die Zeit, in der er selbst so alt war. Er glaubte damals, das Leben bestünde in „Gedanken und Büchern“, bekennt nun offen, dass er sich „ordentlich schämt“, weil er auf sein erstes Buch so stolz war. „Du schreibst glücklicherweise keine Bücher, sondern tust, weißt, erfährst, erfüllst mit dem wirklichen Leben das, wovon ich nur geträumt habe.“ Bei ihr brechen Erkennen, Wollen, Tun, Empfinden und Erleiden nicht auseinander, sondern sind „ein großes Ganzes, und eines wird durch das andere gestärkt und vollendet.“ Maria verkörpert in ihrer Person das „Ganze, Ungeteilte, wonach ich Sehnsucht und Verlangen habe.“ Nach diesen Worten bekennt er, dass er durch Marias Besuche und Briefe „lauter Freude, Liebe, Geduld und Stärke“ findet und diese ihn „durch und durch froh und glücklich“ machen. Es wird deutlich, dass Maria ihm die ursprüngliche Seinsweise des als Ganzes unteilbaren Lebens zeigt, die für Bonhoeffer zur unterstützenden Lebensgrundlage wird.

Doch mir scheint, dass gerade mit dem „Leben als Ganzem“ die Polyphonie des Lebens gemeint ist. Der Kontrapunkt der irdischen Liebe, der gleichzeitig mit dem cantus firmus der Liebe zu Gott erklingt, doch die Polyphonie des Lebens meint mehr als das. Sie ermöglicht eine noch größere Bereicherung des Lebens. Sie breitet sich als Liebe gegenüber Dritten, die die Beiden umgeben, aus und bringt schließlich die Kraft für den unermüdlichen Widerstand gegen die Verfolgung und Befragung durch die strengen Nazibehörden hervor. So wird das Gebet mit den Werken der Gerechtigkeit zusammen gebracht. ... "

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Pastor D. Schulz -hier als pdf-Datei

"... Einer der auf grandiose Weise darum bemüht war, die Lernenden zu fordern und zu fördern. Einer, der mit dem Verstand und mit dem Herzen bei der Sache der Theologie war, und der seit seiner Ernennung zum Professor für Systematische Theologie und Sozialethik an der Universität Heidelberg im Jahre 1963 seinen Studentinnen und Studenten eben nicht nur fachliches Wissen vermittelte, sondern eine Lehre, in der die theologische Wissenschaft und der christliche Glaube immer neu „ins Leben gezogen“ wurden (Dieser Ausdruck findet sich etwa in M. Luthers Schrift „Das Magnificat, verdeutscht und ausgelegt“ von 1521, ein funkelndes Juwel von Luthers Theologie, wie man bei H. E. Tödt lernen konnte ...) Sowohl bei der dogmatisch-ethischen als auch bei der historischen Arbeit zielte er immer auf die Fragen: „ ... und wir heute?“ „Was geht uns das an?“ „Was können oder müssen wir hier anders machen?“ ...

"Mit großer innerer Souveränität hat Heinz Eduard Tödt sich dem notwendigen argumentativen Streit um die großen „Überlebensfragen“ der Gegenwart gestellt, etwa den globalen Themen des ökumenischen Prozesses zu „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“. Unmittelbar damit verknüpft sind natürlich seine grundlegenden Arbeiten zu den Menschenrechten, in denen es ihm zusammen mit Wolfgang Huber darum ging, „Perspektiven einer menschlichen Welt“ aufzuzeigen und politisch und innerkirchlich umzusetzen. ...."

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Pfarrer MURAKAMI Hiroshi - hier als pdf-Datei

Predigt in japanischer Sprache.

 

Ein neues Buch zum Thema - Pfr. Dr. SUZUKI Shozo


In der Wirklichkeit leben
von SUZUKI Shozo

Kurze Inhaltsanzeige:

Kapitel I Ziel und Methode
Kapitel II Historischer Kontext
Kapitel III Hineingerissen ins messianische Leiden
Kapitel IV "Sanctorum Communio" und "Akt und Sein"
Kapitel V "Christologie"
Kapitel VI "Nachfolge"
Kapitel VII "Ethik"
Kapitel VI Der Treueeid und die japanische Kirche
Kapitel IX Gefängnisbriefe
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Dietrich Bonhoeffer in Japan 2006

Ein Symposium zu seinem Gedenken
Deutscher Text s. unten




Symposium zum Gedenken an Dietrich Bonhoeffer in Tokyo

* 4. Februar 1906 in Breslau - + 9. April 1945 im KZ Flossenbürg

Die Japanische Barth-Gesellschaft,
die Japanische Bonnhoeffer-Gesellschaft und
die Zeitschrift "Evangelium und Welt" (Fukuin to Sekai) vom Verlag Shinkyo Shuppansha

veranstalten ein Symposium zum Gedächtnis D. Bonhoeffers in der Shinanomachi-Kirche (Kyodan), Tokyo

Das Programm:

am 21.3.2006

ab 15 Uhr
Gedächtnisgottesdienst mit Pfr. H. MURAKAMI
Vortrag von Prof. Dr. MIYATA Mitsuo, Sendai
Vortrag von Frau Dr. Ilse Tödt, Heidelberg

am 24.3.2006

ab 18:00 Uhr ebenfalls in der Shinanomachi-Kirche, Tokyo
Vortrag und Diskussion zu H. E. Tödt's "Komplizen, Opfer und Gegner des Hitlerregimes" (dt. bei Kaiser Gütersloher Verlagshaus 1997, jap. bei Seibunsha, Tokyo)

am 27.3.2006

Vortrag von Dr. Ilse Tödt in der Kansai Gakuin Universität, Kobe

  • Zur Person von Prof. Dr. MIYATA Mitsuo, Sendai / Japan hier
  • Zur Person von Frau Dr. Ilse Tödt, Heidelberg hier
  • Zur Person von Pfarrer MURAKAMI Hiroshi, Yoyogi-Uehara-Kirche, Tokyo hier

 

Fernando Enns, Hamburg

Drei Annäherungsversuche an D. Bonhoeffer

St. Petri am 5. Februar 2006 pdf-Datei

 

Bücher zu Dietrich Bonhoeffer in Japanisch

  • Heinz-Eduard Tödt, "Komplizen, Opfer und Gegner des Hitlerregimes", Ü: MIYATA Mitsuo, SATO Shiro, YAMAZAKI Kazuaki. Seibunsha (Verlag der Luth. Kirche in Japan)
  • Heinz-Eduard Tödt, "Theologie des Friedens", -Ethik der Wirklichkeit des Christus-. Seibunscha
  • MIYATA Mitsuo & YANAGI, "Politisches Denken in Nazi-Deutschland", Seibunsha
  • MURAMATSU Keiji, "Katholisches Politisches Denken und Faschismus", Seibunsha
  • SANO Makoto, "Kritik an der modernen Aufklärung und die Pathologie des Nazismus". Seibunsha
  • SUZUKI Shozo, "Leben in der Wirklichkeit des Christus". -Gesamtbild der den Nazismus überwindenden Theologie Bonhoeffers-, Shinkyo Shuppansha
  • MORINO Zenuemon, Bekenntnis und Widerstand". -Die Kreuzestheologie Bonhoeffers-, Shinkyo Shuppansha
  • YAMASAKI Kazuaki, "D. Bonhoeffers politisches Denken". -Ethik und Logik von Widerstand und Wiederaufbau-, Shinkyo Shuppansha
  • E. Feil, "Die Theologie Bonhoeffers". -Kommentar, Christologie, Weltverständnis-, Shinkyo Shuppansha

 

Dietrich Bonhoeffer

1906

4. Februar: In Breslau (heute: Wroclaw/Polen) werden die Zwillinge Sabine und Dietrich Bonhoeffer als Kinder des Professors für Psychiatrie und Neurologie Karl Bonhoeffer und dessen Ehefrau Paula (geb. von Hase) geboren.

1912

Umzug der Familie nach Berlin.

1923-1927

Evangelisches Theologiestudium in Tübingen, Rom und Berlin.

1927

Promotion in Berlin mit der Arbeit "Sanctorum communio. Eine Untersuchung zur Soziologie der Kirche".

1928

Januar: Bonhoeffer legt das Erste theologische Examen ab.

Vikariat in Barcelona.

1929/30

Assistent an der Berliner Theologischen Fakultät.

1930

Zweites theologisches Examen und Habilitation.

Studienaufenthalt am Union Theological Seminary in New York (USA).

1931-1933

Privatdozent an der Universität Berlin und Studentenpfarrer an der Berliner Technischen Hochschule.

Bonhoeffer lernt Karl Barth (1886-1968) in Bonn kennen.

1933-1935

Nach Adolf Hitlers Ernennung zum Reichskanzler reist Bonhoeffer nach Großbritannien und übernimmt die Betreuung der deutschen evangelischen Gemeinde in London-Sydenham.

1934

Als Leiter der deutschen Jugenddelegation nimmt er an der ökumenischen Tagung auf Fanö (Dänemark) teil und warnt in seiner "Friedensrede" vor der drohenden Kriegsgefahr.

1935-1937

Vertreter der "Bekennenden Kirche", die Christentum und NS-Rassenideologie als miteinander unvereinbar erklärt, bitten Bonhoeffer um seine Rückkehr nach Deutschland. Obwohl er sich des Risikos christlichen Bekennens im Nationalsozialismus bewußt ist, folgt er dem Ruf zur Leitung des Predigerseminars der "Bekennenden Kirche" in Zingst und Finkenwalde (bei Stettin).

1936

August: Ihm wird die Lehrerlaubnis für Hochschulen entzogen.

1937

Ein Erlaß Heinrich Himmlers verfügt die Schließung des Finkenwalder Predigerseminars. Die Arbeit wird jedoch auch von Bonhoeffer im Untergrund fortgesetzt.

1939

Bonhoeffer lehnt eine Berufung in die USA ab und kehrt kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs von einer Vortragsreise aus Nordamerika nach Deutschland zurück.

1940

Das von ihm illegal geleitete Predigerseminar wird zum zweiten Mal geschlossen. Bonhoeffer erhält Rede- und Schreibverbot.

Bonhoeffers Geschwister, Klaus Bonhoeffer und Christine von Dohnanyi, engagieren sich ebenfalls im Widerstand.

1940-1943

Er erhält über seinen Schwager Hans von Dohnanyi Anschluß an den politisch-militärischen Widerstand um Admiral Wilhelm Canaris, der ihn im Amt Ausland/Abwehr im Oberkommando der Wehrmacht (OKW) beschäftigt. Als Vertrauensmann knüpft Bonhoeffer mit Hilfe seiner ökumenischen Kontakte Verbindungen zwischen den westlichen Regierungen und dem deutschen Widerstand.

1942

In Schweden trifft er als Vertreter der deutschen Opposition George Bell (1883-1949), den Bischof von Chichester. Beide erörtern Friedenspläne nach einer Ausschaltung Hitlers. Das britische Außenministerium weigert sich, mit einer neuen deutschen Regierung Frieden zu schließen, ohne daß diese bedingungslos kapituliert.

1943

7. Januar: Verlobung mit Maria von Wedemeyer.

5. April: Bonhoeffer wird von der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) unter der Beschuldigung der Wehrkraftzersetzung verhaftet.

1943-1945

Inhaftierung im Militärgefängnis Berlin-Tegel, im Berliner Gestapogefängnis in der Prinz-Albrecht-Straße und im Konzentrationslager (KZ) Buchenwald.

1944

Erst nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 gelingt es der Gestapo, Bonhoeffer eine Widerstandstätigkeit nachzuweisen.

1945

8. April: Die Schutzstaffel (SS) verschleppt Bonhoeffer in das KZ Flossenbürg.

1945

9. April: Kurz vor der Befreiung des Lagers durch die Amerikaner werden Dietrich Bonhoeffer, Wilhelm Canaris und General Hans Oster von einem SS-Standgericht zum Tode verurteilt. Das Urteil wird am gleichen Tag durch den Strang vollstreckt.

TCC


Tomisaka Christian Center

Bonhoeffer Symposium
21.-27.3.2006 in Tokyo

Mira Sonntag
Forschungsarbeit im TCC

Die Bücher des TCC
insgesamt 21 Bücher seit 1980

Vorstand des TCC
und Mitarbeiter

Wegweiser
und Lageplan von Tomisaka

 

Einweihung

1988 wurde das Haupthaus des TCC eingeweiht. Die Tafel am Eingang erinnert die Besucher daran.

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Tomisaka Tayori

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