Meditation

Im Nordwesten Kyotos, eingebettet zwischen den Hügeln, gibt es einige kleine Zen-Tempel zu entdecken. Einer davon, der Genko-an, hat es mir besonders angetan. Es ist ruhig hier, nicht von Touristen überlaufen, ein Zen-Garten lädt zum Meditieren ein. In der Haupthalle des Tempels sind seit 1694 zwei besondere Fenster zu sehen. Sie geben den Blick ins Grüne frei. Faszinierend ist vor allem die unterschiedliche Form. Vom Eingang her fällt als erstes das rechte, viereckige Fenster ins Auge, eingefasst von mit Papier bespannten Schiebefenstern mit dünnen Holzstreben in regelmäßigem Muster; links davon, näher zum buddhistischen Altar, das runde in eine ruhige weiße Wand eingelassen, von schlichten dunklen Balken umgeben. In der englischen Beschreibung wird das quadratische Fenster „Mayoi no mado“ 迷いの窓 als „Fenster der Täuschung […], das Verwirrung, Unwissenheit und Unreife impliziert, oder […] das Leben menschlichen Leidens“ erläutert; das runde „Satori no mado“ 悟りの窓 als „Fenster der Erkenntnis […], das Zen-Reife, Vollkommenheit und Erleuchtung impliziert“.
Mir kommen ähnliche Formen bzw. Symbole aus Kirchen in den Sinn, z.B. bei Taufsteinen. Oft ist deren Sockel quadratisch, während das Taufbecken oder die Taufschale rund ist (oder achteckig, entstanden aus Quadrat und Kreis; die Zahl 8 symbolisch für den Neuanfang nach 6 Tagen der Schöpfung und dem Ruhetag). Der Täufling wird mit seiner menschlichen, begrenzten Existenz (Viereck) vor Gott gebracht, der ihm mit seiner endlosen Liebe und Barmherzigkeit (Kreis) entgegenkommt und ihn annimmt. Im Leben finde ich mich oft auf der Seite des eckigen Fensters wieder mit Ecken und Kanten und vielerlei Begrenztheiten. Doch Gott umfängt mich mit seiner grenzenlosen Liebe. Er nimmt mich an, so wie ich bin. Er macht mich neu.
Carola Hoffmann-Richter
Vereint gegen Diskriminierung
Die Diskriminierung von Buraku in Japan und von Sinti und Roma in Deutschland funktioniert auf auffallend ähnliche Weise. Dies wurde während der 16. Landestagung des BLC, die vom 7.-9.10. in Aomori im Norden Japans stattfand, sehr deutlich. Ich hatte die Gelegenheit, teilzunehmen, da ich zur Gruppe der deutschen Gäste gehörte.

Konkrete Fallgeschichten von diskriminierten Buraku, Sinti und Roma, aber auch ehemaligen Lepra-Patienten (der erste Tag fand in einem ehem. Leprakrankenhaus statt) sowie Überlebenden von Fukushima machten deutlich, dass sonst oft getrennt voneinander betrachtete Formen der Diskriminierung viele Gemeinsamkeiten aufweisen - sowohl hinsichtlich der Art und Weise, wie sie sich äußert und auf die Betroffenen wirkt, als auch hinsichtlich dessen, wie die Menschen sich organisieren und Solidarität und Bündnisse aufbauen, um das tägliche Leben unter diesen Bedingungen zu ermöglichen und die Diskriminierung zu bekämpfen.
Die persönlichen Berichte machten deutlich, dass die Hauptleidensursache die Praxis der Diskriminierung ist. Sie überdeckt noch das Leid an Krankheit und konstituiert es im Fall der Sinti, Roma bzw. Buraku überhaupt erst – eine ethnische Herkunft in Indien bzw. bestimmte Berufe der Vorfahren in Japan sind kein Nachteil, solange nicht durch Diskriminierung ein sozialer Nachteil hergestellt wird. Auch Lepra wird erst durch die Diskriminierung zu dem Ausmaß an Belastung, das sie für die Betroffenen bedeutet(e). Es sind ebenfalls die konkreten Formen der Ausgrenzung, häufig z.B. von Bildung, Wohnungs- und Arbeitsmöglichkeiten, die entsprechende Stereotype „ungebildet“, „prekär“ erst zuschreibbar erscheinen lassen.
Im Kampf gegen Diskriminierung muss es also neben dem Abbau von stereotypen Darstellungen unbedingt um die gesellschaftlichen und institutionellen Faktoren gehen, die es erschweren, dass alle Menschen einander als gleichwertig begegnen. Deshalb ist es sinnvoll, dass die verschiedenen Engagements gegen die unterschiedlichen Formen der Diskriminierung aufgrund von Abstammung, ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht, Sexualität, Fähigkeiten und Gesundheit solidarisch miteinander verbunden sind. Denn sie haben das gemeinsame Ziel, es unverständlich zu machen, einen anderen Menschen als minderwertig anzusehen. Eine solche übergeordnete solidarische Perspektive trat im Austausch auf der Konferenz immer wieder hervor, gerade dadurch, dass sonst oft getrennt voneinander betrachtete Formen von Diskriminierung vergleichend und in Bezug zueinander betrachtet wurden.

Die Universalität, jedem anderen als gleichwertig zu begegnen, ging nicht zuletzt auch von der Musik aus, die es zwischen den Beiträgen immer wieder ermöglichte, Gehörtes zu verarbeiten und in Bewegung zu setzen. Wie ein Mitglied der Band „Die Drahtzieher“ es ausdrückte: „Vielleicht können wir Musik als eine weitere Möglichkeit betrachten, Diskriminierung abzubauen – auf einer stärker emotionalen und körperlichen Ebene.“
Hanna Hoffmann-Richter
Verhaftungswelle in chinesischen Hauskirchen
In der Volksrepublik China gelten seit Mitte September 2025 strenge Regeln, die jegliche Verbreitung religiöser Inhalte und die Organisation religiöser Aktivitäten jenseits staatlich kontrollierter Kanäle in sozialen Medien und im Internet untersagen. Diese Verschärfung stellt eine weitere Argumentation und ein neues Instrument dar, um gesetzlich gegen die Hauskirchenbewegung vorzugehen. So wurden im Oktober zeitgleich Leitungspersonen des Zion-Kirchennetzwerkes in verschiedenen Provinzen des Landes festgenommen und wegen „illegaler Nutzung des Internets“ unter Anklage gestellt. Die Verhaftungswelle stellt die größte koordinierte Strafaktion gegen nicht registrierte Kirchen seit Jahrzehnten dar. Bereits 2018 traten gesetzliche Regelungen in Kraft, die die Religionsausübung in China generell in enger definierten und staatlich autorisierten Räumen festlegen sollten. Evangelische Gläubige sollten sich nur noch in registrierten Gemeinden der Dachorganisationen der Patriotischen Drei-Selbst-Bewegung und des Chinesischen Christenrates versammeln.
Isabel Friemann, China InfoStelle
Abschied und Neubeginn im EMS-Ostasienreferat
Pfr. Solomon Benjamin, der seit 2016 das Verbindungsreferat Indien und Ostasien in der EMS geleitet hat, wurde am 26. November in einem Gottesdienst und mit einem Empfang in Stuttgart in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Die DOAM ist ihm für sein vielfältiges Wirken, insbesondere in der Verbindung zu Kirchen in Korea und Japan sehr dankbar, konnte sie doch immer wieder daran anknüpfen. Sein Interesse am interreligiösen Lernen zeigte sich z.B. in seinem Engagement in der EMS für ein neues interreligiöses Studienprogramm am Henry-Martyn-Institut in Hyderabad, Indien, neben dem bereits bestehenden in Japan. Darüber hinaus begleitete Benjamin den Prozess, außer der südindischen noch eine zweite große Kirche Indiens, nämlich die von Nordindien, in die EMS-Familie aufzunehmen (2024).
Nach dem Beschluss des internationalen Missionsrats wird in der Konsequenz in der Geschäftsstelle das zwischenzeitliche „Verbindungsreferat Indien und Ostasien“ wieder in ein Indien- und ein Ostasienreferat geteilt. Dies hatte die DOAM aufgrund der übergroßen Arbeitsbelastung im Referat schon lange angemahnt. Beide Referent*innenstellen sollen nun möglichst zu 100% wieder besetzt werden, was allerdings nur mit Hilfe finanzieller Unterstützung der indischen bzw. koreanischen Kirchen gelingen kann. Die Nachfolge von Solomon Benjamin (CSI) wird für den Bereich Ostasien Rev. HAN Kang-Hee (PROK) antreten. Der PROK gebührt großer Dank, dass sie dies durch ihren finanziellen Beitrag ermöglicht und damit der Internationalisierung der EMS-Gemeinschaft sichtbar Ausdruck verleiht.
CHR
Kurzmitteilungen
• Rev. PARK Seung Ryoul wurde zum neuen Generalsekretär des NCCK (National Council of Churches in Korea) gewählt.
• Mitglieder des EFK (Ecumenical Forum for Korea) trafen sich online im Dezember nach längerer Zeit wieder informell. Hier stellte sich Rev. PARK gleich vor. Hauptthemen waren eine Präsentation von Rev. SHIN Seung Min über die Lage auf der koreanischen Halbinsel und Handlungsvorschläge für NCCK und EFK sowie ein Konzept für eine Internationale Friedenskonvokation in Seoul im September.
• Am 17. November 2025 fand in Nanjing die Feier zum 40-jährigen Jubiläum der Amity Foundation, einer von chinesischen Christen gegründeten NGO, statt. Mehrere hundert hochrangige nationale und internationale Gäste waren zu dem ganztägigen Konferenzprogramm und einem feierlichen Gala-Abend eingeladen. s. „China heute“ 2025 /4
• Save the date: DOAM-Tagung 2026 vom 9.–11. Oktober in Arnoldshain zu
frieden kriegen
- militarismus + pazifismus
in ostasien
„International Conference on LGBTQ+Rights and Freedom of Religion or Belief. Challenges for Korean Society in a Global Context“
Gabriele Mayer, Rainbow Pilgrims of Faith:
I was very surprised that a church-connected Korean leadership (Joint Task Force for Pastor Lee Dong-Hwan on Trial for LGBTQ+ Friendly Ministry) was addressing that theme in a global and human rights context. Doing such research, most conferences are connected to ILGA (International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association) and other queer organizations. What a courage to organize such a global conference in a country where many churches are complicit or silent or even promote hate against queer people. Speaking out can destroy one’s pastoral career, one’s professional future as a student of theology and one’s mental wellbeing when being exposed to ongoing attacks from right wing Christian „siblings“. I am thinking of and missing late Rev. LIM Bora, formerly PROK, whose birthday was recently. For background information provided by the organizers when requesting international speakers see DOAM homepage.
The conference brought together global perspectives, insights from Human Rights and UN expertise (the very passionate speech of former UN rapporteur Bielefeldt), from churches in Canada, UK, Germany and Japan. But first and foremost we listened to the legal situation in South Korea. I was impressed by the resilience for the long journeys of the Presbyterian partner from Canada and the Methodist Church of the UK. And I was moved by Reina’s courage from Japan to speak out and to share her personal experiences. (See below)
I was approached to offer a presentation at the conference on a very short notice. Now it was my turn to deal with my own nervousness what and how to share from a German perspective. What historical information, which sharing of struggles might be helpful for the Korean context? On one hand it was important to me to share that in Germany the queer movement was fighting its way back into freedom after the disastrous laws of National Socialism. On the other hand, de-criminalization (1989, result of reunification) and de-pathologizing (1975) were important milestones in slowly changing the mindset of doctors, lawyers, and society.
And the churches? An overview on initiatives within the Württemberg church and in the European Forum of Christian LGBTI+ Groups will be given on the DOAM-homepage.
UENO Reina, Director BLC, ordained minister:
In my presentation at the conference, I spoke about my journey as an openly lesbian pastor in the United Church of Christ in Japan (UCCJ). My path to ministry was marked by a deep sense of isolation in a society where faith and sexuality are rarely reconciled. Studying at Eden Theological Seminary in the United States transformed my perspective, allowing me to finally recognize the gifts that LGBTQ+ individuals bring to religious communities and giving me the courage to serve authentically in my home country.
Upon returning to Japan, I encountered significant institutional barriers and eventually found a home in a small local congregation in Iwate Prefecture, the northeast part of Japan. I consider this nothing short of miraculous, given that there are almost no other openly LGBTQ+ senior pastors in the region. Yet my ministry also exposed the painful reality of ambiguous exclusion. After being excluded from a local ecumenical group, I was shocked to discover that the broader clerical community prioritized harmony over justice. Rather than addressing the discrimination I faced, colleagues who considered themselves allies pressured me to stay silent, even telling me, “There are people who are hurt because of you!” This experience taught me how institutions often protect themselves by reframing the victim as a troublemaker who “couldn’t let things go.”
I believe it is vital to challenge the “private allyship” that avoids public risk and only whispers how much they value you in a closed space. Authentic allyship requires more than private expressions of support - it demands bold action and compassionate solidarity to advance justice in society and the church. In February 2025, my friends and I led an initiative to gather signatures for a statement of support from 37 Japanese LGBTQ+ Christians, standing up for Korean pastors who had been unjustly excommunicated. I view this as a crack in the concrete through which new life can grow.
Through this conference, I learned in detail about the severe discrimination faced by LGBTQ+ individuals and their allies within Korean churches, and it truly breaks my heart. Yet, witnessing the resilience and solidarity among us reaffirms my hope. As a very close neighbor, I commit to standing in ongoing, visible support for the movements of LGBTQ+ individuals and their supporters within Korean churches.
Material zur International Conference on LGBTQ

Background information provided by the organizers of the „International Conference on LGBTQ+Rights and Freedom of Religion or Belief. Challenges for Korean Society in a Global Context“, Mr. CHOI Sae Yan
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Despite the severity of these actions, public and media interest has waned. What was once regarded as a serious human rights issue is now treated largely as an internal matter of the church.
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The Korean judiciary also tends to view such expulsions and suspensions as internal religious matters. However, these actions have direct human rights implications and should not be dismissed as mere doctrinal enforcement. State institutions must recognize and address these violations.
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Although public forums and inter-community dialogues have occurred, the repeated expulsions have led to fatigue and stagnation. A new, energized phase of engagement is needed to shift the narrative and renew advocacy efforts.
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Church authorities frequently assert that such disciplinary actions are rooted in theological interpretation and therefore outside secular scrutiny. Yet, recognizing LGBTQ+ dignity and offering blessings are fundamental acts of justice. Theologians and clergy must speak out against doctrinal misuse that enables discrimination and exclusion.
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Church authorities frequently assert that such disciplinary actions are rooted in theological interpretation and therefore outside secular scrutiny. Yet, recognizing LGBTQ+ dignity and offering blessings are fundamental acts of justice. Theologians and clergy must speak out against doctrinal misuse that enables discrimination and exclusion.
I N I T I A T I V E S within the Evangelical Church in Wuerttemberg - transforming the church from within
2006 The Alliance of Church and Homosexuality was founded. (BKH)
2024 renamed into Alliance of Church & Queer (BKQ)
30 Organizations and individuals joined to develop strategies for transformation.
Allies and Queer representatives
Success:
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Installation of 2 special clergy in each church district - as contact for congregations
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Developing a manual for congregations
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Regular conversations with Bishop, open minded leaders within the Synod.
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120 Rainbow congregations that welcome queers publicly
E U R O P E A N F O R U M O F C H R I S T I A N L G B T I + G R O U P S (EF)
# The European Forum is an ecumenical association of LGBTI+ Christian groups in Europe.
# The European Forum aims to achieve equality and inclusion for LGBTI+ people within and through Christian churches and other religious bodies and multilateral organizations.
With over 40 member groups from more than 20 countries in Europe,
European Forum works for freedom of religion for LGBTI+ people, for human rights, for the dignity of LGBTI+ people and for an affirmative discourse on human sexuality.
EF and collaboration with WCC
# 1998 at the General Assembly of the World Council of Churches in Harare (Zimbabwe), LGBTI people of faith were welcomed officially for the first time.
# a queer EF team attended the following Assemblies: Porto Allegre, Jamaica, Busan, Karlsruhe/Germany.
# LGBTI+ people became increasingly visible
# 2013 in Busan/South Korea, organizing an official workshop. Visibility at „Madang“ and collaborating with Allies from Global North and South
# Re- installation of the WCC -Reference Group on Human Sexuality (RGHS),
# Christian LGBTI organizations and their allies closely follow the work of the RGHS.
# EF played an important coordinating role in bringing together the global coalition.
Renamed „Rainbow Pilgrims of Faith“
# Publication “Reconciliation from the Margins“
TESTIMONIES of 28 queer people from diverse denominations
WCC Assembly Karlsruhe in 10 languages by volunteer work
# Rainbow Pilgrims of Faith convenes 3times a year via online calls and collaborates with partners on all continents
# 2025 meeting with WCC representatives in Johannesburg/South Africa
# 2025 participation in the Assembly of the World Communion of Reformed Churches in Thailand
Wir trauern um Rainer Lamotte
In großer Trauer nimmt die DOAM Abschied von Rainer Lamotte

Dekan i.R. Rainer Lamotte ist am Samstag, den 15. November 2025, im Alter von 78 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben. Er war eine der großen Stützen der DOAM. Bereits seit 1999 war er Mitglied im DOAM-Vorstand, zeitweise als stellv. Vorsitzender bzw. als Co-Vorsitzender. Im Vorstand hat er über viele Jahre das Amt des Schatzmeisters treu, verantwortungsbewusst und kenntnisreich versehen, bis er es 2023 aus gesundheitlichen Gründen abgegeben hat.
Rainer Lamotte engagierte sich besonders in den Beziehungen zu Korea, z.B. durch die Partnerschaftsarbeit der Pfalz zu Gemeinden in Korea oder auch durch seine Teilnahme am Peace Train von Berlin nach Busan (Südkorea) zur Vollversammlung des ÖRK 2013. Die Friedens- und Versöhnungsarbeit lagen ihm besonders am Herzen.
Darüber hinaus war er als Delegierter der DOAM schon seit 1990 in verschiedenen Gremien des / der EMS aktiv und damit ein wichtiges Bindeglied zwischen EMS und DOAM.
Wir werden ihn, seine zugewandte und humorvolle, ruhige und klare Art, seinen Sachverstand und seine Fähigkeit, immer das große Ganze im Blick zu behalten und "die Mühen der Ebene" mit scheinbar leichter Hand zu meistern, sehr vermissen und ihn in dankbarer Erinnerung behalten.
Möge er aufgehoben sein in Gottes Liebe und in Seinem großen Frieden.
C. Hoffmann-Richter für den Vorstand der DOAM
Die Trauerfeier findet am Montag, den 24.11., um 11:30 Uhr in der Christuskirche in Haßloch statt.
Ergänzung:
Nachruf zum Abschied von Dekan i.R. Rainer Lamotte,
der am 15. November 2025 im Alter von 78 Jahren verstorben ist.
Die EMS und die DOAM trauern um einen langjährigen treuen Wegbegleiter, der die Zusammenarbeit der Kirchen und Missionsgesellschaften gut 30 Jahre lang an entscheidenden Stellen mitgestaltet hat. Rainer Lamotte war viele Jahrzehnte lang Mitglied im Vorstand der DOAM, auch als Schatzmeister, und war für die DOAM eine wichtige und verlässliche Stütze. Und er hat von 1990 bis 2018 die DOAM in den Gremien der EMS vertreten. Er war Mitglied der EMS-Synode und von 2002 bis 2008 der Präsident der Synode und damit der weltweiten EMS-Gemeinschaft.
Rainer kam in die Arbeit der EMS und der DOAM über die Partnerschaftsarbeit der Protestantischen Kirche in der Pfalz, vor allem mit Gemeinden in Korea. Für ihn gehörte zu der Gemeindearbeit vor Ort und später im Dekanat immer auch die Zugehörigkeit zur weltweiten Christenheit. Er hat sich mit seiner Arbeit vor Ort als „Teil eines größeren Ganzen“ empfunden, als ein Glied am weltweiten Leib Christi. So kam es nicht von ungefähr, dass er z.B. 2013 zusammen mit vielen jungen Menschen den Peace Train von Berlin nach Busan in Südkorea zur Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen bestieg. Und so trauern heute viele Schwestern und Brüder in der weltweiten EMS-Gemeinschaft mit Ihnen.
Wir trauern um einen Freund und Wegbegleiter, der klug, ausgleichend und mit viel Humor und persönlicher Wärme die Geschicke der DOAM und der EMS mitgestaltet hat. Er war für viele von uns ein persönlicher Freund, der uns mit Rat und Tat zur Seite stand. Für Rainer waren die Begegnungen auf Augenhöhe und die gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen den Kirchen wichtig. Er hat einmal geschrieben: „In der EMS habe ich erfahren: Gott macht keinen Unterschied zwischen uns!“
Für uns macht es einen großen Unterschied, dass er jetzt nicht mehr da ist, und für Sie noch viel mehr. Wir nehmen teil an Ihrer Trauer und an Ihrem Leid.
Und wir hoffen auf das, was Paulus uns zugesagt hat: Dass Gott keinen Unterschied macht zwischen uns! Denn „keiner lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber. Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.“.
Wir danken für das Leben von Rainer Lamotte und wissen ihn in Gottes Hand und aufgehoben in Seiner Liebe und Seinem großen Frieden. Amen.
Dr. Dieter Heidtmann (EMS) und Carola Hoffmann-Richter (DOAM)
Die Trauerfeier fand am 24.11. in der Christuskirche in Haßloch statt mit anschließender Beisetzung im engsten Familienkreis.

Abschied
Am Samstagabend ist Rainer Lamotte verstorben.
Das erfüllt mich mit großer Traurigkeit.
Und gleichzeitig mit großer Dankbarkeit für sein segensreiches Wirken.
Dekan i.R. Rainer Lamotte war eine der großen Stützen der DOAM. Er hat vor allem die Verbindungen nach Korea gepflegt, auch durch die Partnerschaftsbeziehungen der Pfalz zu Gemeinden in Korea.. Viele Jahre war er Mitglied im DOAM-Vorstand, auch als stellv. Vorsitzender. Dabei hat er seit 2011 das Amt des Schatzmeisters treu, verantwortungsbewusst und kenntnisreich versehen, bis er es 2023 aus gesundheitlichen Gründen an Schulamit Kriener abgegeben hat.
Schon seit 1990 war er in verschiedenen Gremien des / der EMS aktiv und damit ein wichtiges Bindeglied zwischen EMS und DOAM.
Auch persönlich verlieren wir mit ihm einen guten, langjährigen Freund. (Bereits 1984 konnte Andreas zu Beginn seines Studienaufenthalts in Korea an der Partnerschaftsreise der Pfalz unter Leitung von Rainer teilnehmen.)
Nun ist Rainer nach langer Krankheit friedlich eingeschlafen. Möge er aufgehoben sein in Gottes Liebe und in Seinem großen Frieden.
Wir denken an seine Frau Else und seine Familie und werden Rainer in dankbarer Erinnerung behalten.
CHR































