27. August 2013

27. August 2013

 

Ein Tag in der EMS

Aus Korea hat sich das Ökologie-Ibnstitut der PROK

unter der Leitung von Pfrin YOO Keun-Suk angesagt.

Es ist eine Begegnung zwischen dieser Gruppe

(21 Personen!) und der Württembergischen

Landeskirche (Frau H. Baur).

Der "grüne Gockel" wird erläutert,

eine Slideshow aus Korea ziegt die Breite

der Aktivitäten des Instituts.

(Siehe den Bericht von C. Waltz unten) 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die EMS veröffentlichte auf ihrer Homepage folgenden Artikel:

Koreanische Reisegruppe startet Ökologie-Reise mit einem Besuch in der EMS-Geschäftsstelle in Stuttgart

Die koreanische Reisegruppe hört interessiert von dem Grünen Gockel der württembergischen Landeskirche. (Foto: EMS/Waltz)

Gemeinsam mit der Ökumenischen Mitarbeiterin Karina Schumacher, die seit 2012 am Ökologiezentrum der Presbyterianischen Kirche in der Republik Korea mitarbeitet, reisen derzeit 19 Koreanerinnen und Koreaner durch Deutschland, die Niederlande und Tschechien, um sich über Ökologie und Umweltschutz in Europa zu informieren. Bei der Auftaktveranstaltung in der EMS begrüßten Ulrike Schmidt-Hesse, Leiterin der Abteilung Mission und Partnerschaft, und Ostasien-Verbindungsreferent Lutz Drescher die Gruppe. "In der internationalen EMS-Gemeinschaft teilen wir Lebensfragen, dazu gehört auch die Bewahrung der Schöpfung", erklärt Schmidt-Hesse. "Bei der ÖRK-Vollversammlung in Busan stellen wir in einem Workshop einige Ökologie-Projekte innerhalb der EMS-Gemeinschaft vor. Wir hoffen, dass sich Gruppen aus verschiedenen Ländern zu gemeinsamen Initiativen verabreden und so einen Bund zur Bewahrung der Schöpfung schließen."

Referentin Helga Baur stellte den Grünen Gockel, eine speziell für Kirchengemeinden und kleine kirchliche Einrichtungen entwickelte Form des Umweltmanagements, vor. Die württembergische Landeskirche will mit diesem Konzept bewusst, zum Schutz der Umwelt und zur Bewahrung der Schöpfung beitragen. "Als Symbol wurde der Hahn ausgewählt, weil er an den Hahn im Lukas-Evangelium erinnern soll, der krähte, als Petrus Jesus verleugnete", erklärt Helga Baur den koreanischen Gästen. "Der Grüne Gockel soll krähen und sich lautstark zu Wort melden, wenn wir die Umwelt schädigen und damit den Schöpfer verleugnen und die Schöpfung missachten." Zehn Prozent der württembergischen Gemeinden beteiligen sich inzwischen an der Initiative.

Pfarrerin YOO Kun-Sook, Leiterin des Ökologiezentrums in Seoul, ist dankbar für die Impulse aus Deutschland, besonders auch für den Einsatz der Ökologin Karina Schumacher, die als Ökumenische Mitarbeiterin der EMS in Korea tätig ist. "Ich bin gespannt auf die Reise durch Europa und freue mich besonders, dass so viele junge Menschen teilnehmen und sich für Umweltschutz und die Bewahrung der Schöpfung engagieren."

Corinna Waltz


Der andere Besucher kam aus Japan:  

der Moderator der Partnerkirche "Vereinigte Kirche Christi in Japan" (Kyodan)  -  Pfarrer ISHIBASHI Hideo.

Er wurde begleitet von Pfr. Saito und seiner Frau (Evang. Jap. Gemeinde Köln/Bonn). Er war mit einer Gruppe Jugendlicher nach Wittstock gekommen, einen Abstecjer nach Köln und nach Stuttgart gemacht und fliegt mit den Jugendlichen wieder nach Tokyo zurück.

Der Besuch bei der EMS hatte den doppelten Zweck:  Dank für die Katastrophenhilfe von der EMS (Erdbeben, Tsunami und AKW Fukushima) und Dringende Einlaldung zu einer internationalen Konferenz im März nächsten Jahres, bei der es um das Problem der Radioaktivität gehen wird.

Die EMS veröffentlichte auf ihrer Homepage den folgenden Bericht:

04.09.2013 

Klares Nein zu Atomkraft

Im havarierten AKW tritt verseuchtes Wasser aus. Die Strahlung erreicht neue Höchstwerte. Die japanische EMS-Mitgliedskirche bezieht deutlich Stellung zu Atomkraft

Bei seinem Besuch in der EMS-Geschäftsstelle in Stuttgart brachte Pfarrer Hideo ISHIBASHI, Moderator der Vereinigten Kirche Christi in Japan (KYODAN), zunächst seinen Dank für die Unterstützung - sowohl finanziell als auch im Gebet - zum Ausdruck. "Die Katastrophe am 11. März 2011 hat uns schwer belastet und wir wussten zunächst gar nicht, was alles zu tun ist. All die Gebete und Unterstützung aus der EMS-Gemeinschaft waren eine große Hilfe", so ISHIBASHI. Über zwei Jahre danach seien die Folgen der nuklearen Katastrophe und die Strahlenbelastung, die vom havarierten Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi ausgeht, immer noch das größte Problem. "Die Dreifachkatastrophe war nicht nur, wie zunächst angenommen, die größte Krise seit dem 2. Weltkrieg, sondern die schlimmste Krise der Menschheit", so der japanische Pfarrer. "Wenn ein Krieg ausbricht, werden Häuser und Städte zerstört, doch das Land bleibt und man kann wiederaufbauen. Wenn aber ein Atomkraftwerk kollabiert, ist auch das Land zerstört." Dafür gebe es immer noch keine Lösung.

Die jüngsten Ereignisse zeigten, dass die Betreiberfirma überfordert sei, erklärt Hideo ISHIBASHI weiter. Niemand, auch die Regierung, wisse nicht wie die Reaktorruine zerlegt und abgebaut werden könne. Die Frage nach möglichen Endlagern sei nach wie vor offen. "Als Kirche sprechen wir uns aber ganz entschieden dagegen aus, dass Atomkraftwerke ins Ausland verkauft und dort gelagert werden." Die Frage nach möglichen Endlagern und dem Abbau von geschlossenen Kraftwerken sei ein weltweites Problem, an dem gemeinsam gearbeitet werden sollte. "In Deutschland hat die Regierung zwar den Atomausstieg beschlossen, der Abbau und die Lagerung ist jedoch auch hier ein Problem", bestätigt Ulrike Schmidt-Hesse, stellvertretende Generalsekretärin der EMS. "Ich hoffe, dass sich die internationale ökumenische Bewegung engagiert und sich gemeinsam für die Bewahrung der Schöpfung einsetzt."

Die Schöpfung Gottes dürfe nicht zerstört werden, darin ist sich auch der KYODAN einig. Daher hat die Kirche bereits im vergangenen Jahr eine Stellungnahme veröffentlicht, in der sie die Verwendung von Atomkraft ablehnt und die Christen dazu auffordert, sich dem entgegen zu stellen. Nachdem die japanische Regierung doch den zunächst zugesagten Atomausstieg nicht weiterverfolgt und sich ganz auf den Ausbau der Wirtschaftskraft des Landes konzentriert, arbeitet der KYODAN erneut an einer Stellungnahme. "Wir sprechen uns ganz klar gegen die Verwendung von Atomkraft und für alternative Energiequellen aus", betont der Moderator der Kirche. Zudem wird es im kommenden Jahr eine internationale Konferenz zu dem Thema geben. Hierfür haben Ulrike Schmidt-Hesse und Ostasien-Verbindungsreferent Lutz Drescher die Unterstützung der EMS zugesagt.

Neben finanzieller Unterstützung von Projekten hat die EMS gemeinsam mit der württembergischen Landeskirche Pfarrerin Sabine Kluger nach Japan entsandt, um das dortige Engagement für die Opfer und die Bewältigung der Katastrophe zu unterstützen. "Wir nehmen auch in Zukunft Anteil und vergessen Japan nicht", verspricht Lutz Drescher am Ende des Treffens in Stuttgart.

Corinna Waltz

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