Deutsche Ostasienmission unter neuer Führung

Paul Schneiss übergibt Vorstandsvorsitz an Hartmut Albruschat
Deutsche Ostasienmission unter neuer Führung

Die Deutsche Ostasienmission hat bei ihrer Mitgliederversammlung im fränkischen Neuendettelsau einen neuen Vorstand gewählt. Nach 19 Jahren übergab Pfarrer Paul Schneiss den Vorsitz an Pfarrer Hartmut Albruschat. Er ist bereits seit 1966 mit der Missionsgesellschaft verbunden und im Vorstand tätig. „Kontinuität ist mir wichtig, trotz aller Veränderung um uns herum“, erklärte er bei seinem Antritt. Das Amt des Schatzmeisters hat der pensionierte Pfälzer Dekan Rainer Lamotte übernommen. Bereits seit 1990 ist er in verschiedenen Gremien des Evangelischen Missionswerks in Südwestdeutschland tätig. Der brandenburgische Pfarrer Carsten Rostalsky wurde zum Schriftführer gewählt. Er ist besonders dem Land Korea eng verbunden und leitet seit über zehn Jahren den Korea-Arbeitskreis des Berliner Missionswerkes. Des weite- ren setzt sich der Vorstand aus jeweils zwei Vertretern der beiden Missionswerke, in die die DOAM seit deren Gründung integriert ist, sowie aus fünf Vertretern aus dem Mitgliederkreis der Missionsgesellschaft zusammen. Für das Evangelische Missionswerk in Südwestdeutschland wurden Eva Ursula Krüger und Heidrun Perron und für das Berliner Missionswerk Traugott Eber und Jörg Baruth als Vertreter gewählt.

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Ab 03. Oktober 2011 übernimmt der neue Vorstand die Leitung der Deutschen Ostasienmission

Besonderer Dank bei der Verabschiedung des alten Vorstands galt dem langjährigen Vorsitzenden Paul Schneiss, seiner Frau Kiyoko und seiner Schwester Elisabeth, die jahrelang ehrenamtlich die Buchhaltung geführt hat. Paul Schneiss ist in einer Zeit des Umbruchs zur DOAM gekommen und hat verheißungsvolle und eigenständige Wege beschritten. Ein besonderes Anliegen war ihm stets der Einsatz für Demokratie und Menschenrechte. Unterstützung hierbei fand er bei seiner aus Japan stammenden Frau. Für ihren unermüdlichen Dienst sprach ihnen Ehrenvorsitzender Professor Dr. Ferdinand Hahn seinen und den Dank aller aus.

 

Die Mitgliederversammlung mündete in die mehrtägige Studientagung der DOAM, die in diesem Jahr unter dem Thema „Mission und Kommunikation – interreligiöser Dialog und dialogisch-missionarisches Zeugnis“ steht. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem bayrischen Missionswerk „Mission EineWelt“ statt. Im Rahmen dieser Tagung feiert auch das Interreligiöse Studienprogramm in Japan sein 10jähriges Jubiläum. In einem Schreiben lobte Bischof Martin Schindehütte, Leiter der Hauptabteilung Ökumene und Auslandsarbeit der EKD: „dass die Studierenden die Chance erhalten, nicht nur ‚über’ andere Religionen etwas zu lernen, sondern ‚mit’ ihren Vertreterinnen und Vertretern ins Gespräch zu kommen.“ Der ehemalige Studierende Jonas Frank erzählt: „Für mich war es ein besonderes Erlebnis, Teil der christlichen Minderheit zu sein – ein eindrücklicher Unterschied zwischen Japan und meiner bayrischen Heimat.“

››› Das interreligiöse Studienprogramm in Japan bietet die Möglichkeit, interreligiösen und interkulturellen Dialog vor Ort kennen zu lernen, um später die eigene Kirche für einen Dialog sensibilisieren zu können. Bis 15. November ist die Anmeldung für das Studienprogramm im darauffolgenden Jahr möglich.
››› Die Deutsche Ostasienmission ist Gründungsmitglied des Evangelischen Missionswerks in Südwest- deutschland und in dieses integriert.
››› Das Evangelische Missionswerk in Südwestdeutschland e.V. (EMS) ist ein Zusammenschluss von 23 Kirchen und fünf Missionsgesellschaften in zehn Ländern in Asien, Afrika, dem Nahen Osten und Europa. Es setzt sich ein für weltweite Mission und kirchliche Zusammenarbeit.

Weitere Informationen
Lutz Drescher, Verbindungsreferent Ostasien und DOAM-Geschäftsführer, T: 0711 636 78 30, drescher@ems-online.org
Gisela Köllner, Sachbearbeiterin Verbindungsreferat Ostasien, T: 0711 636 78 31, koellner@ems-online.org
Informationen zur Deutschen Ostasienmission finden Sie auch unter www.doam.org.

Kontakt
Gerd Sander, Pressesprecher, T: 0711 636 78 85, M: 0178 636 78 33, sander@ems-online.org

OAM-Gedenktage

04.06.1884 Gründung des AEPM (OAM) in Weimar

22.10.1945 Gründung der Schweizerischen Ostasien-Mission SOAM

26.02.1948 Gründung der japanischen Stiftung Christliche Oastasien-Mission in Kyoto, Japan

10.12.1952 Gründung der DOAM Deutsche Ostasienmission in Hamburg

1972 Gründung der EMS
Namensänderung zum 1.1.2012:
"Evang. Mission in Solidarität" EMS

1973 Gründung des BMW 

01.05.1980 Gründung der Diakonia-Schwesternschaft in Korea 

1982 Gründung des Tomisaka Christian Center TCC in Tokyo

23.02.1991Vereinigung von OAM-DDR und DOAM in Erfurt

Díe Vorsitzenden

1956 - 1968
Pfr. Erich Kühn

1968 - 1987
Prof. Dr. Ferdinand Hahn

1987 - 1992
Pfr. Hartmut Albruschat

1992 - 2011
Pfr. Paul Schneiss

2011 - 2017
Pfr. Hartmut Albruschat

2017  -  Interim
Pfr. Carsten Rostalsky, Stellv.
Pfr. Rainer Lamotte, Stellv.

2017ff
Lutz Drescher

Geschichte der DOAM

4. Juni 1884 Gründung des Allgemeinen Evangelisch-Protestantischen Missionsvereins AEPM

1929 Umbenennung in Ostasienmission

Der AEPM benannte sich 1929 offiziell in "Ostasienmission" oder OAM um. Der Titel hatte schon seit 1921 als Untertitel Verwendung gefunden. Das sollte aber nicht bedeuten, dass der Verein für alle Zeiten sich auf Mission in Ostasien beschränken wollte... Im Jahresbericht von 1911 schreibt Missionar Emil Schroeder zu Kirche und Mission: "Nur die Kirche ist stark, die Mission treibt. Nur dort ist sie wirksam als Macht, wo sie Mission treibt."

1945 Trennung des schweizerischen Zweiges und Gründung der Schweizerischen Ostasien-Mission (SOAM)

1952 Gründung der Deutschen Ostasienmission (DOAM)

1972 Gründung des Evang. Missionswerkes in Südwestdeutschland EMS

1973 Gründung des Berliner Missionswerks BMW

1992 Vereinigung von OAM (im Bereich der ehemaligen DDR) und DOAM (im Bereich der ehemaligen BRD) zur Deutschen Ostasienmission DOAM.

2002 Vereinbarung zu enger Zusammenarbeit von SOAM und DOAM

2007/2008 Satzungsänderung

2009 Neugründung der Stiftung "Christian East Asia Mission" in Kyoto, Japan

Die Geschäftsführer

1968 - 1975
Pfr. Paul Schneiss

1975 - 1978
Pfr. Hiroshi Murakami /
Pfr. Hartmut Albruschat

1978 - 1994
Pfr. Dr. Winfried Glüer

1993 (Sep) - 1996 (Sep)
Pfr. Ingo Feldt (Berlin)

1996 - 2001
Pfrin. Sabine Bauer

2001 - 2016
Lutz Drescher

2016  -  2018
Pfr. Solomon Paul Benjamin

2018 -
Pfr. Georg Meyer

SOAM


SOAM-Homepage

4.Juni 1884
Gründung des AEPM

1929
Umbenennung in Ostasienmission

1945
Trennung des schweizerischen Zweiges und Gründung der Schweizerischen Ostasien-Mission (SOAM)

2002
Vereinbarung zu enger Zusammenrabeit von SOAM und DOAM

2009 Jubiläum der OAM - 125 Jahre
ausgerichtet von der SOAM 

SOAM / HdB
Das Haus der Begegnung (HdB) in Kyoto wurde von Prof. Dr. Werner Kohler gegründet. Es ist eine eigene Sftung nach japanischem Recht.